Bärenzwinger in Bernburg

Bärenzwinger in Bernburg: Mehrheit lehnt Gehege am Schloss ab

Bernburg - Was soll aus dem Bärenzwinger am Bernburger Schloss werden? Diese Frage spaltet derzeit die Einwohner der Saalestadt. Nach einer Umfrage der MZ ist Bernburg in zwei Lager geteilt, mit leichter Tendenz für eine Schließung des ...

04.03.2017, 07:45

Was soll aus dem Bärenzwinger am Bernburger Schloss werden? Diese Frage spaltet derzeit die Einwohner der Saalestadt. Nach einer Umfrage der MZ ist Bernburg in zwei Lager geteilt, mit leichter Tendenz für eine Schließung des Zwingers.

Auslöser der aktuellen Debatte ist der Tod von Braunbär Benji, der vor rund zwei Wochen im Alter von 27 Jahren im Schloss-Gehege gestorben war. Diese Nachricht schlug auch auf der Facebook-Seite von MZ Bernburg große Wellen. Darunter forderten auch einige, die Haltung der Bären am Schloss gänzlich aufzugeben. Doch sowohl die Ted-Umfrage unter den MZ-Lesern als auch auf der Facebook-Seite der MZ brachte kein eindeutiges Ergebnis.

450 Teilnehmer bei Umfrage

Auf die Frage: „Sollen weiterhin Bären im Zwinger am Schloss leben?“ antworteten 45 Prozent der insgesamt 450 Umfrage-Teilnehmer mit ja, 55 Prozent fordern stattdessen eine Schließung des Zwingers. Vor allem eine Großzahl Umfrage-Teilnehmer auf der MZ-Facebook-Seite (185 von 312) sind für eine Abschaffung und haben ihre Meinung zum Teil sogar begründet, verweisen auf eine ihrer Meinung nach nicht artgerechte Haltung.

Doch laut Betreiber, der Bernburger Freizeit GmbH, halte man sich klar an die Vorgaben. Das im Jahr 1996 auf 535 Quadratmeter vergrößerte Gehege sei sogar deutlich größer als das geforderte Maß.

Stadtrat soll darüber entscheiden

Sowohl für die Freizeit GmbH als auch für die Bernburger Stadtverwaltung steht demnach eine derzeitige Schließung des Geheges nicht zur Diskussion. Erst wenn auch Braunbär Bonny nicht mehr leben würde, müsste der Stadtrat sich mit dem Thema befassen und sich fragen, ob wieder Bären in den Schloss-Zwinger sollen oder nicht, so Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos). Zudem hatte Roland Reichelt, Geschäftsführer der Freizeit GmbH angeregt, sich über Alternativen Gedanken zu machen, falls in Zukunft keine Bären mehr in den Zwinger sollen.

Alternative Vorschläge wurden aber schon mit der jetzigen Umfrage laut, wie der Zwinger nach einer möglichen Schließung genutzt werden könnte: „Das Bärengehege sollte trotzdem erhalten werden. Man könnte eine Bärenstatue in das Bärengehege stellen und damit die Geschichte der Bären in Bernburg aufrechterhalten.“ (mz/kt)