Westdorfer Warte

Westdorfer Warte: Wildwuchs am Hexenturm soll verschwinden

Westdorf/Aschersleben - Der Verschönerungsverein Aschersleben kümmert sich um ein neues Projekt: um die Gestaltung des Umfeldes an der Westdorfer Warte, die im Volksmund besser als Hexenturm bekannt ist. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hat bereits zugestimmt,. „Wir rechnen noch im August mit der Genehmigung, dann muss nur noch das Landesverwaltungsamt zustimmen“, sagt Vereinsvorsitzender André ...

Von Kerstin Beier 08.08.2017, 05:45

Der Verschönerungsverein Aschersleben kümmert sich um ein neues Projekt: um die Gestaltung des Umfeldes an der Westdorfer Warte, die im Volksmund besser als Hexenturm bekannt ist. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hat bereits zugestimmt,. „Wir rechnen noch im August mit der Genehmigung, dann muss nur noch das Landesverwaltungsamt zustimmen“, sagt Vereinsvorsitzender André Könnecke.

Es werde vor allem darum gehen, zugewachsene Sichtachsen wieder freizuschneiden und sich damit dem Bild, das Turm und Umgebung einst boten, wieder anzunähern.

80 Prozent der Kosten werden gefördert

Nach den inzwischen abgeschlossenen Arbeiten am Bestehornstein ist die Westdorfer Warte das zweite Projekt, das zu 80 Prozent aus dem Leader-Programm gefördert wird. Der Verein rechnet mit Kosten von etwas 23.000 Euro. Im Herbst sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, so dass die Baumschnitt-Arbeiten über den Winter erfolgen können.

Außerdem ist vorgesehen, die Bank um die Warte zu erneuern, dafür ist Geld von der Sparkassenstiftung bereitgestellt worden. Zudem wird eine Informationstafel aufgestellt und es sollen Blumenzwiebeln in die Erde kommen, die das Gelände ringsherum in jedem Frühjahr in einen Blütenteppich verwandeln könnten. Laut Könnecke wird im Verein erwogen, den Turm an mehreren Tagen im Jahr für Besucher zu öffnen.

Teil des Schutzsystems im Mittelalter

Der gut zwölf Meter hohe Turm war Teil des mittelalterlichen Schutzsystems. Die Wächter auf den damals zwölf allein stehenden Warttürmen rund um die Stadt sollten die Bevölkerung vor heranrückenden Feinden warnen. Nachdem die Warten im 17. Jahrhundert ihre Bedeutung verloren hatten, verfielen die meisten.

Anders die Westdorfer Warte. Sie blieb erhalten und wurde später von den Grünen Husaren als Pulverturm genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude zum Aussichtsturm umgebaut. In dieser Zeit sind auch die Grünanlagen um den Turm und heute noch erhaltene Fußwege angelegt worden. Die kleine Hexe fand 1909 ihren Platz auf der Turmspitze und gab dem Bauwerk seinen volkstümlichen Namen. (mz)