Schatz der Burg Falkenstein

Schatz der Burg Falkenstein: Wein und Geschirr unter dem Hammer

Aschersleben/London/MZ. - Ein Teil von dem, was die kleine Gruppe damals ans Tageslicht beförderte, ist ab dem 26. November für jeden erhältlich. Im Olympia in der Hammersmith Road in London, dem erst im vergangenen Jahr neu eröffneten Verkaufsraum ganz in Zentrumsnähe, und im Laden in der New Bond Street wird das renommierte Auktionshaus Sotheby's Stücke aus dem Schatz der Burg Falkenstein - dem so genannten Magdeburger Fund - versteigern. Bis zum 18. Dezember sollen Gemälde, Porzellan, seltene Weine und historische Waffen aus mehreren Jahrhunderten unter den Hammer kommen. Die Experten von Sotheby's rechnen mit einem Erlös von knapp 480 000 ...

Von Lars Geipel

Ein Teil von dem, was die kleine Gruppe damals ans Tageslicht beförderte, ist ab dem 26. November für jeden erhältlich. Im Olympia in der Hammersmith Road in London, dem erst im vergangenen Jahr neu eröffneten Verkaufsraum ganz in Zentrumsnähe, und im Laden in der New Bond Street wird das renommierte Auktionshaus Sotheby's Stücke aus dem Schatz der Burg Falkenstein - dem so genannten Magdeburger Fund - versteigern. Bis zum 18. Dezember sollen Gemälde, Porzellan, seltene Weine und historische Waffen aus mehreren Jahrhunderten unter den Hammer kommen. Die Experten von Sotheby's rechnen mit einem Erlös von knapp 480 000 Euro.

Die jetzt in London zu veräußernden Antiquitäten kommen aus dem Besitz von Graf Friedrich von der Asseburg-Rothkirch. Sie lagen mit etwa 3 000 weiteren Einzelstücken bis zu jener dramatischen Nacht im März 1992 knapp 47 Jahre in modriger Finsternis versteckt: Friedrichs Onkel, Lothar von der Asseburg-Falkenstein, wollte den Kunstschatz im Frühjahr 1945 vor der heranrückenden Roten Armee in Sicherheit bringen. Erst Lothars Sohn, Karl-Christoph, gab das Familiengeheimnis preis und Landrat Sommer den entscheidenden Tipp - und ging am Ende leer aus, da ihn sein Vater, der 1984 starb, enterbt hatte. Ein kleiner Teil des Schatzes blieb auf der Burg, die meisten Stücke gingen Ende der neunziger Jahre in den Besitz von Graf Friedrich von der Asseburg-Rothkirch über.

Warum der Adlige, der in Brakel bei Paderborn (Nordrhein-Westfalen) wohnt, die Antiquitäten verkaufen will, blieb am Dienstag unklar. Der Graf habe derzeit viel zu tun, seine Frau liege im Krankenhaus. Deswegen sei er momentan kaum erreichbar, sagte ein Mitarbeiter.

Das Auktionshaus im Internet:

www.sothebys.com