Bildung

Ein wahrer Geldsegen fürs Stephaneum in Aschersleben

Der Förderkreis hat fast eine dreiviertel Million Euro für Projekte aufgebracht.

Von Regine Lotzmann
Neuer Vorstand: Robert Bräuer, Heike Schikorra und Holger Weiß.
Neuer Vorstand: Robert Bräuer, Heike Schikorra und Holger Weiß. Foto: Förderkreis

Aschersleben/MZ - Die Summe hat es in sich. Fast eine dreiviertel Million Euro hat der Förderkreis des Gymnasiums Stephaneum in den letzten 30 Jahren zusammenbekommen, um die Ascherslebener Schule zu unterstützten. „Für alle möglichen Zwecke“, sagt Robert M. Bräuer, der der Vorsitzende des Fördervereins ist.

Etwa für einen Wasserspender für die Schüler, der immerhin 3.000 Euro gekostet hat. „Dazu kommen die Wartungskosten, die ständig anfallen. Auch das übernehmen wir.“ Bei Klassenfahrten unterstützt der Verein Schüler aus Familien, die sich das nicht leisten können. „Ganz diskret.“ Allerdings müssten die Antragsteller auch einen entsprechenden Nachweis führen.

Studienfahrten sollen auch finanziert werden

„Wir sorgen auch dafür, dass die Studienfahrten nicht in Halle enden, sondern vielleicht bis nach London führen“, erzählt er weiter. Dazu würden sie besondere Auszeichnungen finanzieren, für sportliche Erfolge etwa. Und auch die Teilnahme an solchen Wettkämpfen kostet Geld. Derzeit wird auf dem Schulhof des Gymnasiums am Haus 1 gerade ein Freiluftschachspiel gebaut, am Haus 2 ist in den nächsten Jahren eine Basketball-Anlage geplant. „Und wir haben auch viele Tischtennisplatten angeschafft“, sagt Bräuer und lacht: „Das ist mit das Einzige, was die jungen Leute vom Handy fernhält.“

Dass der Förderkreis so viele Projekte stemmen kann, sei vor allem den vielen Mitgliedern zu verdanken, weiß der Vorsitzende. „Vor 15 Jahren waren wir ein kleiner elitärer Kreis.“ Heute sind es 325 Mitglieder. „Und es werden ständig mehr“, sagt Robert M. Bräuer und freut sich, dass schon 50 Prozent der Eltern der neuen Fünftklässler beigetreten sind, die ja noch die ganze Schullaufbahn vor sich hätten. „Wir möchten möglichst viele dabei haben“, sagt der Vereinschef und spricht von einem kleinen Mitgliedsbeitrag von zehn Euro im Jahr, den man sich leisten könne.

Was noch unterstützt werden soll

Unterstützen will der Förderkreis auch das große Jubiläum, das ansteht. Denn das Ascherslebener Gymnasium wird bald 700 Jahre alt. Um auch die Müntzeraner mitzunehmen - zu DDR-Zeiten hieß die Schule EOS Thomas Müntzer - wird ein zweites Jubiläum eingebunden: der 500. Todestag des Reformators. „Wir wollen das kombinieren“, sagt Bräuer, der weiß, dass noch ein bisschen Zeit ist, so ein Fest aber auch rechtzeitig vorbereitet werden will. „Und wir wollen unseren Beitrag dazu leisten.“

Doch nicht nur Bilanzen und Aussichten spielten bei der jüngst durchgeführten Jahreshauptversammlung des Förderkreises eine Rolle, auch der Vorstand wurde neu gewählt. Vorsitzender ist nach wie vor Robert M. Bräuer, auch Heike Schikorra ist weiterhin Schatzmeisterin. „Sie hat schon so lange, so gut für uns gearbeitet.“ Ein Wechsel vollzog sich beim Amt des stellvertretenden Chefs. „Andreas Knoche ist altersbedingt zurückgetreten“, erklärt Bräuer und bedankt sich für das jahrelange Engagement seines Stellvertreters. Sein Nachfolger ist Holger Weiß geworden, der sich in Aschersleben auch an vielen anderen Stellen öffentlich engagiert. Ein gutes Team, findet der Vereinschef.