Absatzflaute und Gesundheitstrend Bierkrise in Deutschland - Wie ein Mikrobrauer aus Aschersleben dagegenhält
Während der deutsche Bierabsatz ein Rekordtief erreicht und Mälzereien schließen, setzt Hobbybrauer Lars Wiegmann auf Regionalität, Kreativität und spezielle Hefen. Warum er in der Krise eine Chance sieht.

Aschersleben/MZ. - Die Situation des deutschen Biermarktes zeigt sich bei Lars Wiegmann, sobald man die Tür zu seiner 15 Quadratmeter großen Braustube aufmacht. Die ist im Nebengebäude seines Hauses in Aschersleben (Salzlandkreis) untergebracht: würziger Duft, geflieste Wände, Edelstahltanks – und in der Ecke steht ein 25-Kilo-Sack Gerstenmalz. Aus Bayern. „Bisher habe ich mein Malz immer aus Landsberg bezogen“, erklärt Wiegmann. Die Mälzerei im Saalekreis machte Ende 2025 jedoch dicht, ebenso wie die Landsberger Brauerei. „Deswegen musste ich auf Bayern umschwenken.“
