Ausdruck von Verlässlichkeit

Wie Denim-Jeans Modefans durch den Winter begleiten

24.11.2021, 12:33
Influencer tragen Denim-Jeans mit Schlag, die mit ihrem hohen Bund einen ansehnlichen Kontrast zwischen schmaler Taille und weiten Beinen erzeugen.
Influencer tragen Denim-Jeans mit Schlag, die mit ihrem hohen Bund einen ansehnlichen Kontrast zwischen schmaler Taille und weiten Beinen erzeugen. (Foto: pixabay.com © kranich17 )

Kaum ein Designer verzichtet inzwischen darauf, Denim-Jeans in die eigenen Kollektionen aufzunehmen. Obwohl die ersten Modelle der vielseitigen Jeans bereits 1872 aufkamen, hat die Denim-Mode bis heute nichts von ihrem Charme verloren. Über alle Altersklassen und sozialen Schichten hinweg erfüllt der Denim-Stil vor allem eines: das Bedürfnis nach Beständigkeit.

Denim Jeans begeistert die Modewelt seit Jahrzehnten

Schaut man sich den beliebten Denim-Stoff genauer an, stellt man fest: Er hat eine lange Geschichte. Ursprünglich kam der Baumwollstoff im französischen Nimes auf und verbreitete sich von dort aus auf der ganzen Welt. Als beliebter Jeansstoff besteht Denim aus einem naturweißen, kräftigen Baumwollgewebe. Nach der Verarbeitung begeistert das vielseitige Material beispielsweise als Blue oder Black Denim modebewusste Träger. Einst färbte man lediglich die senkrechten Stofffäden ein und ließ die quer verlaufenden weiß. Getragen wurden die Hosen in erster Linie von Arbeitern, die widerstandsfähige Kleidungsstücke benötigten. Als Fashion-Statement kam der Denim-Stoff jedoch erst ab den 1950er-Jahren auf. Ab den 1960er-Jahren assoziierte man den Denim-Look zunächst mit der Hippiebewegung, später mit Punk und Grunge. Spätestens mit Beginn der 1990er-Jahre avancierte Denim’s nachhaltige Mode zum Kultstoff, aus dem viele beliebte Markenjeans bestehen.

Auf Denim ist Verlass

Denim gilt als beliebte modische Begleitung, die sich vor allem auf Wesentliches fokussiert. Egal, welche Größe und Passform die Jeans-Hose innehat: Auf Denim ist Verlass, da sich der Stoff sehr unkompliziert verbinden lässt. Wer nach festen Strukturen strebt, dem hilft eine Denim-Jeans dabei, ein Stückchen Normalität zu leben. Nicht umsonst gilt die Jeans, wie der Schriftsteller Ulrich Plenzdorf feststellt, mehr „als Einstellung“ denn als Hose.

White Denim-Jeans im Herbst, Dark Denim im Winter

Wie wandlungsfähig die vielseitigen Denim-Jeans wirklich sind, beweist ein Blick auf die Jahreszeiten. Im Herbst begeistern weiße Denim-Jeans, die besonders gut mit dem maritimen Styling einhergehen. Gemeinsam mit einem Strickpullover und der passenden Schuhmode wärmt die White Denim an kühlen Übergangstagen. Im Winter wiederum stehen die Zeichen auf Dark Denim, deren Waschung sich nicht ausschließlich auf dunkelblaue Varianten beschränkt. Auch andere Farbtöne wie Schwarz oder Anthrazit sind im Winter üblich und lassen die Trend-Jeans erwachsener erscheinen. Somit lässt sich diese lässige Jeans auch im Büro tragen oder mit stilfremden Richtungen wie beispielsweise der britischen Country-Mode kombinieren.

Der Grunge-Style wird oft von Destroyed Jeans in Denim-Optik ergänzt, die dem Outfit einen wild-rebellischen Touch verleihen.
Der Grunge-Style wird oft von Destroyed Jeans in Denim-Optik ergänzt, die dem Outfit einen wild-rebellischen Touch verleihen.
(Foto: pixabay.com © stocksnap)

Denim zeigt im Winter viele Gesichter

Bisweilen offenbart nicht nur Dark Denim den Facettenreichtum des Stoffes. Vielmehr decken sich modebewusste Männer und Frauen in der kalten Jahreszeit mit verschiedenen Denim-Varianten ein:

·         Anstelle der engen Skinny-Jeans sorgt die Baggy-Jeans aus Denim im Winter für Bequemlichkeit. Mit ihrem weiten, aber geraden Schnitt lässt sich diese Jeans auf vielseitige Weise stylen. Gerne tragen Frauen die Baggy-Jeans zu einem Body, Blazer und femininen High-Heels. Hingegen lässt sich der lässige Stil indes mit einer Hoodie- oder Oversized-Jacke und Sneakers fortführen.

·         Einen weiteren Denim-Style ermöglicht die an Oberschenkel und Waden sitzende Barrel-Jeans. Da sie an der Taille und an den Knöcheln eng zuläuft, lässt ihr Stil Up- und Downgrades zu. Während enganliegende Oberteile eine schöne Silhouette formen, passt ein lässiger Pullover zum straßentauglichen Urban-Style.

·         Zu einem Winter mit Denim-Jeans gehören auch die umgekrempelten Varianten dazu. Längst haben Frauen umgekrempelte Denim-Jeans für sich entdeckt, da sie sehr praktisch sind. Einerseits verleihen sie der Jeans eine gewisse Struktur, andererseits machen sie den Gang zum Schneider überflüssig. Kombinationsmöglichkeiten bieten sich mit einem vornehmen Mantel sowie dazugehörigen Accessoires an.

·         Einige Fashionlabels bringen auch den Grunge-Look wieder zurück aufs modische Parkett. Bisweilen greifen Modebewusste dabei auf Oversized-Denimjacken im Stil von Curt Cobain zurück. Um den Denim-Look zu komplettieren, lässt sich auf ein Jeanskleid zurückgreifen. Im Gegensatz zur kurzen, sommerlichen Variante erscheint die Silhouette in längeren Jeanskleidern schmaler. Kontraste sind hierbei gewollt und kommen in Form von massiven Boots gut zur Geltung.

·         Flared Jeans kreieren mit ihrem speziellen Schnitt einen eigenen Stil. Denim-Varianten verlaufen zunächst relativ schmal an den Oberschenkeln, bis sie nach unten hin weiter werden. Dennoch wirkt eine Denim-Flared-Jeans nicht wie eine klassische Schlaghose. Sie motiviert ebenso zu modischen Stilbrüchen, beispielsweise mit derben Boots. Damit diese auch zum Vorschein kommen, sollte die Denim-Jeans nicht zu lang geschnitten sein. Neben der „normalen“ Bundhöhe gelten im Winter High Flared Jeans als angesagt, die im Stil der 1970er Jahre gehalten sind. Sie weisen einen hohen Bund sowie eine betonte Taille, Vintage-Passform und Schlag auf.

·         Asymmetrische Designs und Schnitte sind in der Mode seit jeher gefragt. So verwundert es nicht, dass sie auch bei Denim Jeans angesagt sind. Der Trend, den mutige Modebewusste aufgreifen, lässt sich gut mit ebenfalls auffälligen Mustern wie dem Patchwork verbinden.

Zwischen alternativ und futuristisch: Wie die Hersteller Denim-Trends im Winter umsetzen

Viele Hersteller zeigen sich inspiriert vom Tempowechsel der vergangenen Zeit. Dem Gedanken, Dinge wertzuschätzen, die einem wichtig sind. Und so fällt die Wahl auf Kleidungsstücke, die als „Basics“ immer wieder getragen werden können. Qualität steht hierbei klar vor dem Preis, auch die Massenproduktion soll der Unvollkommenheit weichen. Daraus resultierend, stehen Vintage-Looks mit Outdoor-Elementen im Fokus. Gefragt sind Denim-Kleidungsstücke in warmen und organischen Farben – etwa die Five-Pocket-Jeans – die durch praktische T-Shirts und Parkas ergänzt wird.

Mehr „Fashion Forward“ offerieren Luxus-Produkte, die die Aufmerksamkeit auf ihre schöne Gestaltung lenken. Solche Stücke weisen ein hohes Maß an handwerklicher Arbeit auf, wodurch sie als dezente Luxusware gelten können. Unter diesen Trend fallen Jeans mit cleanen Designs oder Layering-Stücke in leuchtend blauen Farbtönen.

Auch nachhaltiger Konsum und soziale Verantwortung zeigen sich in den angesagten Denim-Jeansstücken. Diese wollen über ihr Design hinaus Geschichten erzählen und zu einer achtsamen Lebensweise anregen. In diesem Trend zeigen sich unbehandelte und natürliche Denim-Jeans, die warm und wiederverwendbar sind, so gelingt ein bewussterer Lebenswandel. Farblich präsentieren sich diese Denim-Kleidungsstücke ebenfalls von der Natur inspiriert: Optimistische Farben gehen hierbei mit beruhigenden und natürlichen Erdtönen einher.