Obwohl Ölpreis kaum gestiegen ist

Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren

Fast 1,50 Euro im Durchschnitt: Tanken ist derzeit in Deutschland so teuer wie lange nicht mehr. Was man als Verbraucher unternehmen kann.

Experten raten, die Preise zwischen den Tankstellen zu vergleichen, bevor man tankt.
Experten raten, die Preise zwischen den Tankstellen zu vergleichen, bevor man tankt. (Foto: Christin Klose/dpa)

München (dpa) - Benzin ist so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Ein Liter der Sorte Super E10 kostete am Montag und Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,487 beziehungsweise 1,484 Euro, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Zuletzt war der Kraftstoff im Juni 2019 so teuer.

Im wöchentlichen Spritpreisvergleich des ADAC, der sich immer auf den Tagesdurchschnitt des Dienstags bezieht, zog Super E10 um 1,5 Cent an. Diesel verteuerte sich um 1,4 Cent auf 1,327 Euro pro Liter und ist damit wieder auf dem Niveau von Anfang März. Durch die nahenden Pfingstferien erwartet der ADAC keinen Preisschub, da es voraussichtlich keine Reisewelle geben werde. Auch beim Ölpreis habe es zuletzt keine deutliche Steigerung gegeben.

Preise aufmerksam vergleichen

Die Spritpreise haben seit einem Tief Anfang November 2020 rund 30 Cent angezogen. Bis Anfang März war es zügig nach oben gegangen. Danach stagnierte die Entwicklung. Aktuell geht es allerdings bereits die zweite Woche klar nach oben. Der ADAC rät, Preise aufmerksam zu vergleichen - wer günstiger tankt, sorge damit indirekt für ein niedrigeres Preisniveau.

Deutlich unangenehmer als in Deutschland ist die Situation an den Zapfsäulen derzeit für Autofahrer in den USA: Dort kam es wegen eines Cyberangriffs auf die größte Benzin-Pipeline des Landes zeitweise zu Versorgungsengpässen. Die Preise stiegen auf den höchsten Stand seit 2014. Die US-Regierung rechnet aber mit einer baldigen Normalisierung. (dpa)