Autorin

Natascha Wodin mit Joseph-Breitbach-Preis geehrt

„Sie kam aus Mariupol“ ist einer ihre bekanntesten Romane. Jetzt wird die Autorin Natascha Wodin asugezeihnet.

Von dpa Aktualisiert: 18.05.2022, 12:29 • 07.05.2022, 11:47
Die Autorin Natascha Wodin 2017 auf der Leipziger Buchmesse.
Die Autorin Natascha Wodin 2017 auf der Leipziger Buchmesse. Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mainz - Die mit 50 000 Euro dotierte Literaturauszeichnung Joseph-Breitbach-Preis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Natascha Wodin. Wodin werde für ihr literarisches Gesamtwerk geehrt, teilte die Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Freitag in Mainz mit.

Als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter nehme die in Deutschland geborene, russisch-ukrainischstämmige Autorin in ihrem Buch „Sie kam aus Mariupol“ den historischen Komplex von Schuld und Scham in den Blick, der auch nach Jahrzehnten noch in unsere Gegenwart reiche.

Die im bayerischen Fürth geborene Autorin hat bereits mehrere Preise für ihre Werke gewonnen. Für „Sie kam aus Mariupol“ wurde die 76-Jährige unter anderem 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Der von der Akademie und der Stiftung Joseph Breitbach verliehene Preis soll am 16. September im Theater Koblenz überreicht werden.

Der Joseph-Breitbach-Preis ist nach dem deutsch-französischen Schriftsteller und Publizisten (1903-1980) aus Koblenz benannt, der von 1929 an überwiegend in Frankreich lebte. Die Auszeichnung erhielten zuvor schon Schriftsteller wie Arno Geiger, Navid Kermani, Brigitte Kronauer, Ilse Aichinger, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff, Herta Müller, Raoul Schrott oder Ursula Krechel. Zuletzt wurde der Schriftsteller Karl-Heinz Ott geehrt.