wirtschaftMit digitaler Perfektion gegen den Fachkräftemangel

Gewinnung und Bindung von Fachkräften.
Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Bild: Pexels.com, Yan Krukov

Immer mehr Unternehmen sehen im Fachkräftemangel das größte Hindernis, den Betrieb weiterzuentwickeln. Seit zwei Jahren steht die Herausforderung, geeignete Mitarbeiter zu finden, ganz oben auf der Problem-Liste bei den Konjunktur-Umfragen der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Die Zukunft sieht noch düsterer aus: Dem deutschen Arbeitsmarkt gehen bis 2035 voraussichtlich sieben Millionen Arbeitskräfte verloren. Das geht aus einer Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Angesichts dieser Entwicklung reichen die bisher herkömmlichen Wege nicht mehr aus, um geeignete Fachkräfte zu finden. Positiv immerhin: Die meisten Kandidaten sind heute bereit, nicht nur den Wohnort, sondern auch das Land zu wechseln. Aber wie kommt ein mittelständisches Unternehmen aus Magdeburg, Leipzig oder Halle in Kontakt mit einer Fachkraft, die gerade ihren Job bei Amazon oder Meta (zuvor Facebook) verloren hat?

Die Mission von ONE HIRING ist es, Experten und Top-Unternehmen aus Technologie und Finanzwesen so einfach und passend wie möglich zusammen zu bringen. Die Spezialisten für Talentakquise haben ihren Fokus auf die hart umkämpften Branchen Technologie und Finanzen gelegt. Rund 2.500 Unternehmen suchen auf dem Portal täglich nach fachlich fitten Kandidaten. Auch Fachkräfte, die über einen Wechsel nachdenken, können über diese Plattform effizient ihre Fähigkeiten und Erfahrungen infrage kommenden Unternehmen vorstellen. Einer der Vorteile: Alle Kandidaten sind durch Success Manager im Voraus selektiert und so kann es auf beiden Seiten keine falschen Vorstellungen geben, weder über den zukünftigen Arbeitgeber noch über den zukünftigen Mitarbeiter. Das Hightech-Matching-Verfahren funktioniert offenkundig für Unternehmen und Fachkräfte erfolgreich: Die Höchstmarke von 5 Sternen auf Trustpilot wird von Unternehmen und den sich nach einer Veränderung umschauenden Fachleuten gleichermaßen vergeben. „Sehr professionelle und gute Unterstützung vor, während und nach dem Bewerbungsprozess“, bemerkt ein Fachmann, der nach der Ansprache durch ONE HIRING wechselte. Ein Unternehmen, das so mehrere Kandidaten berichtet: „Das Ergebnis ist außerordentlich positiv und erfolgreich“.

Mit der erfolgreichen Einstellung eines neuen Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin begann in den vergangenen Jahrzehnten ein „Papierkrieg“: Eine bereits vollkommen digitalisierte Personalverwaltung ist zwar in manchen Großkonzernen schon lange Alltag, aber nicht unbedingt bei kleineren und mittleren Unternehmen. Davon gibt es in keinem Land der EU mehr als in Deutschland, nämlich 3,5 Millionen. Das ist mitunter ein wichtiger Grund für den Anbieter der All-in-One Personalmanagement-Software factorial HR aus Spanien, jetzt auf dem deutschen Markt durchzustarten. Jordi Romero, der Gründer und CEO des Unicorns factorial in dem Fachmagazin Personalwirtschaft: „Unsere Kunden zählen zehn bis einige Hundert Mitarbeitende. Die meisten von ihnen managen ihre HR-Prozesse noch mit Stift und Papier, weil Software-Lösungen für sie entweder zu teuer oder zu kompliziert sind“. Über eine Schnittstelle können die Nutzer und Nutzerinnen bei Factorial auf diverse Tools für die tägliche HR-Arbeit zugreifen: darunter die Erstellung von Arbeitsplänen oder die Erfassung von Arbeitszeiten. Es ist mit wenigen Arbeitsschritten möglich, die Zeiterfassung automatisch mit dem Gehalt, dem Leistungsmanagement und der Gehaltsabrechnung zu verknüpfen. Laut factorial-CEO Romero spare dies viel Zeit, verringere für Personalerinnen und Personaler den Arbeitsaufwand und verschaffe ihnen einen wesentlich besseren Überblick. 7.000 Unternehmen konnte der HR-Spezialist weltweit bereits überzeugen. Perfektes Personalmanagement und Recruiting mit intelligenten Plattformen – ist das wirklich eine so entscheidende Zukunftsfrage?

Mitteldeutschland steckt schon mitten im Kampf um die talentierten neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ für die Metropolregion Mitteldeutschland heißt es: „Mit dem langfristigen Aufschwung des Arbeitsmarkts ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Region Mitteldeutschland kontinuierlich gestiegen. Jedoch fällt es Unternehmen bereits schwer, offene Stellen zu besetzen“. Für die Studie wurden fast 400 mitteldeutsche Firmen zur Fachkräfte-Situation befragt. Im Rahmen der Studie gaben rund 77 % der 378 befragten Unternehmen an, bereits Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen zu haben. Rund 81 % Prozent rechnen damit, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter verschärfen werde. Das Institut der Deutschen Wirtschaft stellte in diesem Jahr fest: „Im Osten gibt es eine Fachkräftelücke von 104.000 freien Stellen“. Zudem schreibt das Bundeswirtschaftsministerium auf seiner Website: „Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Sicherung des Fachkräftebedarfs eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte für alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“.

Den „Fachkräftebedarf sichern“- ohne Social Media geht heutzutage nichts, denn dort sind die begehrten Kandidatinnen und Kandidaten unterwegs. Ohne detaillierte Kenntnisse kostet die Suche in den Netzwerken viel Zeit und Geld. Die Spezialisten der Performance Recruiting GmbH reduzieren den Kosten- und Zeitaufwand immens, indem sie die entsprechenden Zielgruppen präzise adressieren: „Wir nutzen gezieltes Targeting auf den Social-Media-Plattformen, um die Werbeanzeige an die richtigen Zielkandidaten auszuspielen. Der Algorithmus der Social-Media-Plattform lernt, die Anzeige noch genauer an die Zielgruppe auszuspielen, die am wahrscheinlichsten auf die Stellenausschreibung reagieren wird“.

Lange Zeit verlief die Talentakquise beim Polstermöbelhersteller Rom auch traditionell. Mittlerweile sind die Sofaexperten auch auf Social Media aktiv. Standortleiter in Eupen, van Vaessen dazu: „Vorher haben wir insbesondere viel über Printmedien und Headhunter nach passenden Kandidaten gesucht. Jedoch war die Resonanz oft eher gering. Das Spannende war, dass wir mit Performance Recruiting an Kandidaten herangekommen sind, die wir sonst niemals erreicht hätten“.

Nicht nur kleine und mittlere Unternehmen haben bei der Suche inzwischen ein zusätzliches neues Problem zu lösen: „Personaler werden immer wichtiger – und verzweifelt gesucht. Vielen Chefetagen wird die strategische Bedeutung von HR für den Erfolg des Unternehmens gerade bewusst. Doch der Mangel hat nun auch dieses Metier erreicht“, schrieb die Wirtschaftswoche im November. Wenn keine Fachleute für die eigene Personalabteilung gefunden werden können, ist externe Unterstützung und eine perfekte Digitalisierung des Beschäftigen-Managements noch wichtiger als ohnehin schon. Vor allem in der IT-Branche ist der Fachkräftemangel besonders stark ausgeprägt. Bernhard Rohleder, Geschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom warnt "mit in Deutschland ausgebildeten Fachkräften können wir diese Lücke nicht schließen". Lösungen wie die von ONE HIRING, factorial und der Performance Recruiting GmbH zeigen auf, wie mittelständische Unternehmen ihre personellen Lücken im IT-Bereich beheben können. Mit Hinblick auf die ehemaligen Fachkräfte von Amazon und Meta wird klar, dass es nicht nur mehr ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland braucht, sondern dass Unternehmen auch hierzulande immer stärker in den Wettbewerb untereinander treten müssen, um die begehrten Mitarbeiter zu akquirieren und langfristig binden zu können. Dabei auf technologische Unterstützung zu setzen, verleiht den jeweiligen Personalabteilungen kurz- und langfristig einen Wettbewerbsvorteil, den es nicht zu unterschätzen gilt.