Heizungshersteller Buderus Heizungshersteller Buderus: Kein Beteiligung von Bosch
Wetzlar/Stuttgart/dpa. - Der Elektrokonzern Bosch und derWetzlarer Heizungsbauer Buderus haben ihre Gespräche über eineZusammenführung ihrer Heizungssparten abgebrochen. Wie diebörsennotierte Buderus AG am Mittwoch mitteilte, biete eineBeteiligung von Bosch keine Vorteile. Da die Unternehmenunterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgten, würde ein Zusammengehender Heiztechnik-Bereiche Konflikte verursachen statt Synergienfreizusetzen.
An Buderus ist auch der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Bergerinteressiert, der früheren Angaben zufolge zum Jahresende mit Buderusüber eine Übernahme verhandeln will. Am Mittwoch war bei Bilfingerzunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Bilfinger istbisher mit 28,5 Prozent an Buderus beteiligt.
Beim Zusammengehen mit Bosch würde Buderus nach eigenerEinschätzung deutlich an Wachstumsdynamik verlieren, da die RobertBosch GmbH im rückläufigen Segment traditioneller Geräte und Gas-Durchlauferhitzer tätig sei. Der Kurs der Buderus-Aktie legte amVormittag um 10,21 Prozent auf 24,08 Euro zu.
Bosch bestätigte die Gespräche mit Buderus nur indirekt. «Diegesamte Heizungsbranche befindet sich in einer Konsolidierungsphase,da tauschen Wettbewerber immer mal wieder Ideen aus», sagte einSprecher am Mittwoch. Eine weitere Stellungnahme lehnte er ab.Branchenexperten halten für unwahrscheinlich, dass Bosch nun einefeindliche Übernahme des Konkurrenten in Betracht zieht. Auch derBilfinger-Vorstand hatte bisher eine feindliche Übernahmeausgeschlossen.
In der Sparte Thermotechnik, zu der mehrere Marken in ganz Europagehören, erzielte Bosch im vergangenen Jahr einen Umsatz vom 1,8Milliarden DM (0,92 Mrd Euro). Dort beschäftigt das Unternehmen 6200Mitarbeiter, davon 4700 im Ausland. In Deutschland am bekanntestenist die Marke Junkers. Der Mischkonzern Buderus, zweitgrößtereuropäischer Hersteller von Heiztechnik, steigerte seinen Umsatz imersten Halbjahr 2001 um acht Prozent auf 867 Millionen Euro.