Großkorbetha aus der Luft

Großkorbetha Luftbild: Großer Bahnhof am Fluß

Großkorbetha - In den nördlichen Weißenfelser Ortschaften ist die Industrie ganz nah. Doch die Gegend hat durchaus auch ihren landschaftlichen Reiz.

Von Andreas Richter 22.10.2018, 05:00

Zusammen mit Wengelsdorf bildet Großkorbetha seit der Eingemeindung im September 2010 den Nordostzipfel der Stadt Weißenfels. Markant im Landschaftsbild ist die Saale. Während Wengelsdorf am westlichen Ufer des Flusses liegt, zerschneidet die Saale den knapp 1 800-Einwohner-Ort in Groß- und Kleinkorbetha. Früher waren beide Teile mit einer Fähre verbunden. Erst seit Dezember 2001 gibt es eine 65 Meter lange Bogenbrücke als feste Saaleüberquerung zwischen Groß- und Kleinkorbetha. Durch Kleinkorbetha führt der beliebte Saale-Radwanderweg.

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Ein bekannter Ortsname ist Großkorbetha für viele Bahnreisende. Der 1856 in Betrieb genommene Bahnhof mit seinem großen Gelände entwickelte sich aufgrund seiner Lage an den Hauptstrecken nach Halle und Leipzig zu einem Knotenpunkt des Personen- und Güterverkehrs. Prägend für Großkorbetha und Wengelsdorf gleichermaßen ist die Nähe zum modernen Industriestandort Leuna im benachbarten Saalekreis. Zahlreiche Bewohner der beiden Orte haben mal in den Chemischen Werken gearbeitet oder tun es heute noch.

Heute trägt Großkorbetha den Charakter einer Kleinstadt

Heute trägt Großkorbetha den Charakter einer Kleinstadt. Immerhin gibt es im Ort eine Grund- und Sekundarschule sowie ein freies Gymnasium. Mehrere mittelständische Unternehmen haben sich im Ort angesiedelt. Bemerkenswert auch die Infrastruktur mit einer Sporthalle und einem Stadion, benannt nach dem ehemaligen Sportlehrer Wilhelm Kaiser.

Das Stadion ist Heimstatt des TSV 1893 Großkorbetha, einer der zahlreichen Vereine, die das gesellschaftliche Leben im Ort prägen. In Wengelsdorf gibt es seit dem Jahr 2000 keine Schule mehr. Im Jahr 2007 entstand ein Sport- und Kulturzentrum, das heute vor allem von den Mitgliedern des Sportvereins Wacker Wengelsdorf genutzt wird.

In Nachbarschaft zu Großkorbetha liegt der Ort Dehlitz

In Nachbarschaft zu Großkorbetha liegt der Ort Dehlitz, der zur Stadt Lützen gehört. Die Saale, in die hier die Rippach mündet, prägt das Landschaftsbild. Markantes Bauwerk im Ort ist die Dorfkirche, um deren Erhalt sich seit vielen Jahren ein Förderverein kümmert. Eine weitere bemerkenswerte Adresse in Dehlitz ist das alte Rittergut, das um 1730 von Daniel Bodo Graf von der Schulenburg als Herrenhaus errichtet wurde.

Zur gleichen Zeit wurde der Park mit seiner markanten Hängebuche angelegt. Am Mühlgraben, einem Nebenarm der Rippach östlich des Ortes, befindet sich die historische „Obermühle“, die noch als Schrotmühle betrieben wird.

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