Rodel-Weltcup Winterberg-Erfolge für Doppelsitzer-Teams
Beim Heim-Weltcup der Rodler in Winterberg haben die Doppelsitzer-Teams umjubelte Erfolge eingefahren. Doch für die Siegerinnen sieht es schlecht aus für Olympia.

Winterberg - Die deutschen Doppelsitzer-Teams haben beim Rennrodel-Weltcup in Winterberg für Heimsiege gesorgt. Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal gewannen bei den Frauen, die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt bei den Männern.
Nach zwei zweiten Plätzen im Einsitzer durch Julia Taubitz und Felix Loch setzte sich das Duo Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal mit einem Vorsprung von 0,100 Sekunden vor Selina Egle/Lara Michaela Kipp aus Österreich durch. Dritte wurden ihre Teamkolleginnen Dajana Eitberger/Magdalena Matschina (+0,369 Sekunden) vor dem Thüringer Junioren-Duo Elisa-Maria Storch/Pauline Patz.
Im Männer-Doppelsitzer verdrängten Wendl/Artl die Österreicher Thomas Steu/Wolfgang Kindl mit einem Vorsprung von 0,054 Sekunden im zweiten Lauf noch von der Spitze und feierten ihren ersten Saisonsieg. Die Weltmeister Hannes Orlamuender/Paul Constantin Gubitz wurden Sechste. Toni Eggert und Florian Müller beendeten das Rennen auf Platz neun.
Kein Olympia-Platz für Winterberg-Siegerinnen
In der Weltcup-Gesamtwertung liegen bei den Männern Wendl/Arlt an der Spitze. Eggert/Müller sind Fünfte, Orlamünder/Gubitz lediglich Elfte. Bei den Frauen sind die Winterberg-Siegerinnen Degenhardt/Rosenthal mit 330 Zählern hinter den Österreicherinnen Egle/Kipp (455 Punkte) und Eitberger/Matschina (410) nur das zweitbeste deutsche Doppel - und das hat Konsequenzen für eine Olympia-Teilnahme. Sie müssen genau wie die Weltmeister Orlamünder/Gubitz bei den Winterspielen in Italien zuschauen. Die Männer haben zwei, die Frauen nur einen Startplatz.
„Es ist momentan sehr hart, wir haben pro Nation nur einen Startplatz. In der Qualifikation hat sich halt ein anderes Doppel durchgesetzt“, sagte das Doppel in der ARD. „Wir sind am Warten, ob wir vielleicht noch nachrutschen können. Wenn jemand nachrutscht, dann sind wir an erster Stelle. (...) Deswegen bedeutet dieser Sieg noch mal mehr. Jetzt müssen wir halt hoffen, dass wir irgendwie noch reinrutschen.“