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Weltcup Wind verweht Skisprung-Rekord von Dominator Prevc

Die Erfolgsserie von Domen Prevc ist gerissen. Bei dichtem Schneefall und heftigem Wind muss sich der Slowene klar geschlagen geben. Die Deutschen haben mit dem Podium nichts zu tun.

Von dpa 11.01.2026, 17:56
Domen Prevc erlebte diesmal einen sportlichen Flop. (Archivbild)
Domen Prevc erlebte diesmal einen sportlichen Flop. (Archivbild) Daniel Karmann/dpa

Zakopane - Im dichten Schneegestöber von Zakopane hat Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc erstmals seit November richtig geschwächelt und damit einen Rekord verpasst. Der 26 Jahre alte Slowene belegte in der polnischen Skisprung-Hochburg nach Sprüngen auf 126,5 und 113,5 Meter nur Rang 27 und schaffte damit nicht den 13. Weltcup-Podestplatz in Serie. Sven Hannawald sprach im Scherz von „einem Skandal“.

Mit 13 aufeinanderfolgenden Top-Drei-Platzierungen hätte er mit Rekordhalter Janne Ahonen aus Finnland gleichgezogen. Der Sieg ging an Prevc-Landsmann Anze Lanisek. Das deutsche Team von Bundestrainer Stefan Horngacher erlebte im Anschluss an die Tournee ohne die Top-Athleten ein Wochenende ohne Achtungserfolg.

Einen Tag nach Platz sechs im Super-Team waren Pius Paschke (9.), Andreas Wellinger (22.) und Karl Geiger (31.) wie erwartet ein gutes Stück weg von der absoluten Weltspitze. „Der Wind ist eine echte Herausforderung“, sagte Wellinger zu den Verhältnissen.

Geiger noch ohne Olympia-Norm

Die derzeit Besten aus dem Horngacher-Team fehlen an diesem Wochenende. Felix Hoffmann hat Knieprobleme, Philipp Raimund ist krank. Für Geiger bleibt nun nur noch das Wochenende im japanischen Sapporo, um die Olympia-Norm noch zu schaffen. Dafür müsste sich der 32 Jahre alte Allgäuer, dessen bestes Ergebnis bisher ein 23. Platz war, deutlich steigern.

Am Sonntag war das Schneetreiben in Polen so dicht, dass ARD-Experte Hannawald einen großen Schneehaufen auf seiner Kappe platzierte. Der folgende Wettbewerb wurde in hohem Tempo durchgezogen, um die Spur angesichts des kräftigen Niederschlags freizuhalten. Neben Lanisek schafften es die Österreicher Jan Hörl und Manuel Fettner aufs Podium.

Heim-Abschied für Kamil Stoch

Abseits der Weltspitze stand das Wochenende im Zeichen von Schanzen-Legende Kamil Stoch, der zum Saisonende aufhört und deshalb letztmals in Zakopane sprang. Zehntausende Zuschauer feierten den Olympiasieger, der seit 2004 aktiv im Weltcup dabei ist und aus Zakopane kommt.

„Er ist eine sehr große Persönlichkeit, ein sehr netter Kerl und ein akribischer Sportler“, sagte Horngacher, der Stoch unter anderem zu Olympia-Gold und zwei Titeln bei der Vierschanzentournee geführt hatte, der ARD.