Olympische Sommerspiele

Gold, Silber und Bronze in Tokio am Mittwoch: Von Bredow-Werndl siegt auch in Einzel-Dressur

28.07.2021, 14:03 • Aktualisiert: 28.07.2021, 15:33
Jessica von Bredow-Werndl bei ihrem Gold-Ritt in Tokio.
Jessica von Bredow-Werndl bei ihrem Gold-Ritt in Tokio. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Tokio/SID/MZ - Einen Tag nach dem Sieg im Team-Wettkampf hat sich Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl auch im Einzel zur Olympiasiegerin gekürt.

Auf ihrer Trakehnerstute Dalera verwies die 35-Jährige aus Aubenhausen in der Grand Prix Kür die siebenmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Bella Rose auf den zweiten Platz. Bronze ging an die Britin Charlotte Dujardin auf Gio. Für das deutsche Olympiateam war es die insgesamt dritte Goldmedaille in Tokio.

Isabel Werth verpasste es mit Silber, in der Liste der erfolgreichsten deutschen Olympia-Teilnehmer zu Spitzenreiterin Birgit Fischer aufzuschließen. Die 52-Jährige steht mit siebenmal Gold und fünfmal Silber weiterhin auf Rang zwei hinter der Rennsport-Kanutin, die es auf acht Gold und vier Silber gebracht hatte.

Judoka Eduard Trippel holt Olympia-Silber in Tokio

Wenige Minute zuvor hatte Judoka Eduard Trippel in Tokio überraschend die Silbermedaille gewonnen. Der 24 Jahre alte Rüsselsheimer musste sich am Mittwoch erst im Finale der Klasse bis 90 kg dem georgischen Europameister Lascha Bekauri geschlagen geben. Es war die erste deutsche Männermedaille im Judo seit Ole Bischof 2012 in London.

„Ich war nach dem Halbfinale schon so froh. Das war mein Verhängnis im Finale, weil ich schon so happy war. Ich habe ein bisschen Spannung verloren. Seit Ole Bischof bin ich jetzt wieder derjenige, der eine Medaille hat. Ich hätte Bekauri besiegen müssen im Finale. Über eine olympische Medaille kann man sich aber nicht beschweren, ich bin trotzdem froh“, sagte Trippel.

Trippel, Nummer 15 der Weltrangliste, hatte sich zuvor in einen Rausch gekämpft und reihenweise Favoriten ausgeschaltet. Nach den Ex-Weltmeistern Nemanja Majdov aus Serbien (erste Runde) und Gwak Dong-Han aus Südkorea (Achtelfinale) besiegte der jüngste Mann im deutschen Judo-Team im Viertelfinale den ungarischen WM-Dritten Krisztian Toth. Im Halbfinale schlug er dann den früheren Vizeweltmeister Mihael Zgank aus der Türkei nach Verlängerung.

Polizeistudent Trippel hatte zuvor nie bei einer großen Meisterschaft im Erwachsenenbereich eine Medaille gewonnen. 2017 war er WM-Dritter bei den Junioren geworden.

Für Bronze-Medaillen sorgten zudem Schwimmerin Sarah Köhler und die Wasserspringer Patrick Hausding/Lars Rüdiger. Die Europameister mussten sich im Synchron-Wettbewerb vom 3-m-Brett mit 404,73 Punkten lediglich den Chinesen Wang Zongyuan/Xie Siyi (467,82) und Andrew Capobianco/Michael Hixon (444,36) aus den USA geschlagen geben.