WM in Herning

Deutsches Dressur-Team geht im Einzel leer aus

Von dpa Aktualisiert: 08.08.2022, 20:56
Wurde im Einzel Vierte: Isabell Werth mit DSP Quantaz.
Wurde im Einzel Vierte: Isabell Werth mit DSP Quantaz. Friso Gentsch/dpa

Herning - Bei der ersten von zwei Einzelentscheidungen der Dressur-WM sind die deutschen Starter leer ausgegangen.

Für die beste Platzierung im Grand Prix Special sorgte im dänischen Herning Isabell Werth aus Rheinberg, die mit Quantaz auf Rang vier ritt. Fünfter wurde Benjamin Werndl aus Tuntenhausen mit Famoso.

„So ein Wimpernschlag fehlte zu Bronze“, kommentierte Werth. „Aber ich hadere mit nichts. Das war ein Super-Fight, und das ist es, was Sport ausmacht.“ Die Rekordreiterin lag mit weniger als 0,4 Prozentpunkten hinter der Niederländerin Dinja van Liere mit Hermes.

Neue Weltmeisterin ist die Britin Charlotte Fry mit Glamourdale. Silber ging an die favorisierte Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Vamos Amigos. Letzte Dressur-Entscheidung der WM ist am 10. August die Kür.

Isabell Werth ritt als Titelverteidigerin als letzte Starterin in das umgebaute Fußballstadion des FC Midtjylland. Doch die Rekordweltmeisterin, die ihre zwei besten Pferde aus dem Sport verabschiedet hat, blieb trotz eines fehlerfreien Rittes mit ihrem Hengst Quantaz ohne Chance auf Edelmetall.

Einen starken Auftritt zeigte Benjamin Werndl mit Famoso. „Ich habe heute mehr riskiert“, sagte der 38-Jährige aus dem bayerischen Tuntenhausen. „Es geht noch mehr“, kündigte er mit Blick auf die Kür am Mittwoch an: „Aber ich will nicht gierig werden.“

Nur auf Platz 19 kam Ingrid Klimke mit Franziskus. „Ich bin sehr enttäuscht“, gab die 54-Jährige aus Münster nach dem fehlerhaften Ritt zu. „Vielleicht hat ein bisschen die Kraft gefehlt“, mutmaßte die Vielseitigkeits-Spezialistin. Auf jeden Fall sei der Auftritt „ein bisschen mau gewesen“. Die Qualifikation für die zweite Einzel-Entscheidung am Mittwoch in der Kür verpasste Klimke.

Gar nicht am Start war Frederic Wandres. Da sein Pferd Duke of Britain nicht fit ist, trat der WM-Debütant aus Hagen bei Osnabrück nicht an. „Er war heute Morgen verspannt, wie es das bei Menschen auch mal gibt“, sagte der Reiter. „Das Wohl des Pferdes steht im Vordergrund, daher habe ich verzichtet.“