Offensive historisch schwach

Offensive historisch schwach: Sind die Gisa Lions ein Fall für die Psychologin?

Halle (Saale) - Ernüchterung pur bei den Gisa Lions. Halles Basketballerinnen taumeln scheinbar unaufhaltsam dem Tabellenende der Bundesliga entgegen. Am Sonnabend unterlagen sie nach einer indiskutablen Vorstellung in der Offensive 40:66 beim BC Marburg. Die Trefferausbeute war historisch schlecht und bedeutet einen Negativrekord in der DBBL für die Lions seit dem Wiederaufstieg ...

Von Christopher Kitsche
Trainerin Sandra Rosanke versucht, ihre Spielerinnen bei der Niederlage in Marburg auf Kurs zu bringen. www.imago-images.de

Ernüchterung pur bei den Gisa Lions. Halles Basketballerinnen taumeln scheinbar unaufhaltsam dem Tabellenende der Bundesliga entgegen. Am Sonnabend unterlagen sie nach einer indiskutablen Vorstellung in der Offensive 40:66 beim BC Marburg. Die Trefferausbeute war historisch schlecht und bedeutet einen Negativrekord in der DBBL für die Lions seit dem Wiederaufstieg 2007.

Der erschütternde Tiefstwert ist auch nicht verwunderlich, da nur 26 Prozent der Würfe aus dem Feld im Korb der Marburgerinnen landeten. Auch von der Freiwurflinie trafen die Lions nur 56 Prozent der Versuche.

Auch Trainerin Sandra Rosanke sah in der unterirdischen Trefferquote den Hauptgrund für die erneute Niederlage, mittlerweile die achte in Serie : „Das war natürlich viel zu wenig“, sagte sie am Tag nach dem Spiel. „Nur 16 Treffer aus immerhin 61 Würfen aus dem Feld, das ist eigentlich nicht zu erklären.“

Sandra Rosanke erklärt die schwache Wurfquote der Gisa Lions

Einen Versuch unternahm sie trotzdem: „Es liegt meiner Meinung nach an der mentalen Stärke und nicht an inhaltlich taktischen Gründen.“ Im Fall ihres Team also an fehlender Wettkampffestigkeit in den Köpfen.

Hauptgrund zwei, der mit dem ersten zusammenhängt, war für die Trainerin die erneut schlechte Quote im Rebound. In der Defensive schafften es die Lions lediglich, 19 der abprallenden Bälle zu erobern. „Da waren wir wie schon im letzten Spiel gegen Wasserburg wieder zu schlecht“, betonte Rosanke.

Gisa Lions: Trainerin ist mit ihrer Spieltaktik zufrieden

Die Trainerin wiederholt aber: „Ich denke nicht, dass wir an der Spieltaktik an sich etwas ändern müssen.“ Wie sich die Lions die Möglichkeiten erspielten, damit war Rosanke auch in Marburg des öfteren zufrieden. Und auch auf die Defensivleistung lasse sich, aufbauen: „Marburg muss man erst einmal unter 70 Punkten halten und wenn die andere Mannschaft einen Lauf hat, dann ist es auch nicht immer ganz einfach.“ Die Defensive soll jetzt eine wichtige Stütze sein, dass es auch im gesamten Spiel der Mannschaft wieder vorwärts geht.

Am Sonntag wurde die Niederlage gegen Marburg im Videostudium analysiert. Unter der Woche will Rosanke in Zusammenarbeit mit einer Psychologin die Weichen stellen, dass die Mannschaft vor dem Kellerduell gegen Heidelberg am Samstag wieder zu mentaler Stärke findet: „Ich habe mich schon mit unserer Psychologin ausgetauscht.“ (mz)