Empfehlung von Ex-Spielerinnen

Das ist die neue Trainerin der Gisa Lions

Von Christoph Karpe
Katerina Hatzidaki wird künftig die Gisa Lions in Halle trainieren. (Foto: Hatay)

Halle (Saale) - Das Geheimnis ist gelüftet. Am Montagabend gaben die Gisa Lions bekannt, wer Halles Basketball-Damen als Trainerin in die kommende Saison der ersten Bundesliga führt. Katerina Hatzidaki, eine 42-jährige Griechin, soll die Löwinnen weiter Richtung Liga-Mittelfeld führen. Die Empfehlung ist erstklassig.

Mit Panathinaikos Athen eroberte sie den Meistertitel in ihrer Heimat. Außerdem arbeitete sie ab 2015 fünf Jahre lang in der Türkei. Mit dem Top-Klub aus der südlichen Provinz Hatay (größte Stadt Antakya) gewann sie zweimal den Supercup und zog zweimal ins Halbfinale der Euroleague ein. Letzte Saison übernahm Hatzidaki als erste ausländische Trainerin überhaupt im Iran den Klub Mahram.

Gisa Lions hatten zwölf Trainier-Kandidaten zur Auswahl

Nun war sie wieder zu haben. Als aus Halle die Nachricht vom Aus für Peter Kortmann bei den Lions in der Szene die Runde machte, wurde Katerina Hatzidaki bei den Lions von einer griechischen Spieleragentur ins Gespräch gebracht, mit der in Halle lange und gern zusammengearbeitet wird.

Doch weitere Kandidaten standen auf dem Zettel. „Wir hatten zwölf Bewerbungsgespräche, fünf davon mit Frauen“, erzählt Geschäftsführerin Lysann Kairies über den Werdegang. Dann wurden Infos eingeholt. „Außerdem haben wir griechische Spielerinnen befragt wie Dimitra Kampouraki und Stella Fouraki, die ja bei uns unter Vertrag standen. Sie haben nur Gutes berichtet und uns zugeraten, Katerina Hatzidaki zu verpflichten“, so Kairies.

Wunsch-Trainerin Sidney Parsons sagt den Gisa Lions ab

Umgekehrt informierte sich die Trainerin über die Arbeitsbedingungen und die Möglichkeiten in Halle. Und weil Lions-Wunschkandidatin Sidney Parsons, bis zum Ende der abgelaufenen Saison Trainerin vom Topklub TSV Wasserburg, lieber beim finanzstärkeren Rivalen TK Hannover unterschrieben hatte, wurde gehandelt. Auch, weil die Gehaltsvorstellungen ins Budget passten.

Nun soll die in Deutschland weitgehend unbekannte Trainerin, zu deren Familie auch fünf Hunde gehören, die Gisa Lions in der Bundesliga zum Erfolg führen und „gleichzeitig den Nachwuchs entwickeln“, wie Kairies sagt. (mz)