Tabellenführer RB Leipzig

Tabellenführer RB Leipzig: Diese Statistik erklärt den Erfolg von Rasenballsport Leipzig am besten

Leipzig - Aufsteiger RB Leipzig an der Spitze der Fußball-Bundesliga: So lautet das Zwischenfazit nach dem elften Spieltag. Was Rasenballsport Leipzig so erfolgreich macht, veranschaulicht eine Statistik eindrucksvoll.

Von Ullrich Kroemer 25.11.2016, 07:30
Compper, Forsberg und Co. hatten zuletzt allen Grund zum Jubeln.
Compper, Forsberg und Co. hatten zuletzt allen Grund zum Jubeln. imago sportfotodienst

Die neue Statistik-Parameter Packing war während der Europameisterschaft in Frankreich in aller Munde. Dass die Kölner Firma Impect die mit einer Aktion überspielten Gegner misst, wurde als Statistik-Revolution gefeiert, da der neue Wert die Effektivität eines Spielers beziehungsweise eines Teams oft deutlich besser anzeigt als Ballbesitz, Torschüsse oder Laufleistung.

So machen die Packing-Daten auch den Erfolg von RB Leipzig plastisch und erklärbar. Der Aufsteiger überspielt pro Partie durchschnittlich 47 Verteidiger. Das ist nach Hoffenheim (48) Spitze in der Bundesliga. Bayern München (46) sowie Leverkusen, Mönchengladbach und Borussia Dortmund gelingen derzeit durchschnittlich weniger solcher effektiven Ballaktionen.

Naby Keita hat die beste Packing-Rate der 1. Liga

Leipzigs Mittelfeld-Stratege Naby Keita hat dabei nicht nur die beste Packing-Quote bei Rasenballsport, sondern in der gesamten Liga. Im Schnitt überspielt der 21-Jährige 58 Gegner pro Spiel. Noch interessanter: Pro Partie überwindet Keita mit seinen Pässen und Dribblings im Durchschnitt zwölf Mal gegnerische Verteidiger – absoluter Topwert in der 1. Liga.

„Er ist damit derjenige, der am meisten Torgefahr initiiert und das Spiel nicht nur antreibt sondern auch in die interessanten Räume in die Tiefe spielt”, sagt Dennis Kirchen von der Agentur Impect der MZ. Beim 3:2-Triumph bei Bayer Leverkusen bestätigte Keita gemeinsam mit Marcel Sabitzer mit je zwölf überspielten Gegnern ihre hervorragende Packing-Rate.

Keita ist der effektivste Spieler der Bundesliga

In diese Umschaltmomente kommt Keita vor allem, weil er auch im Spiel gegen den Ball Spitzenwerte produziert. Durch seine Balleroberungen nimmt er im Schnitt 39 Gegner aus dem Spiel. „Wie bei einem Vertikalpass wird bei der Balleroberung geschaut, wie viele Gegner stehen noch zwischen Ball und Tor und dementsprechend wie viele Gegner hat der Spieler hinter den Ball gebracht und somit aus dem Spiel genommen”, erklärt Kirchen.

Auch in dieser Kategorie ist Keita Ligaspitze vor Spielern wie Dominik Kohr (34), Charles Aránguiz (33), Maximilian Arnold (31) oder Nadiem Amiri (30). Auch gegen Leverkusen war der Mann aus Guinea mit 42 durch Balleroberungen aus dem Spiel genommenen Gegenspielern der beste Abräumer der Leipziger. Zusammengenommen macht ihn das zum derzeit effektivsten Spieler der Bundesliga.

Optimale Balance zwischen Defensive und Offensive bei RBL

In der Defensive lässt sich RB Leipzig selbst 34 mal pro Begegnung in letzter Linie überspielen – Rang fünf hinter Frankfurt (29), Berlin (30), Köln (31) sowie dem FC Bayern (32). So ist die beinahe optimale Balance zwischen Defensive und Offensive der Schlüssel für die guten Leistungen der Leipziger. (mz)