Neue Erkenntnisse bei Emil Forsberg

RB Leipzig: Hat RBL die Verletzung von Emil Forsberg unterschätzt?

Leipzig - Es stürmte und regnete an diesem Donnerstagvormittag auf dem Trainingsplätzen von RB Leipzig. Doch einen Lichtblick erhaschte die Handvoll Fans, die zu der nur 20 Minuten für Zuschauer geöffneten Einheit gekommen waren, dennoch: Emil Forsberg war zurück im ...

Von Ullrich Kroemer 18.01.2018, 15:48
Die Verletzung von Emil Forsberg gibt bei RB Leipzig weiter Rätsel auf.
Die Verletzung von Emil Forsberg gibt bei RB Leipzig weiter Rätsel auf. imago sportfotodienst

Es stürmte und regnete an diesem Donnerstagvormittag auf dem Trainingsplätzen von RB Leipzig. Doch einen Lichtblick erhaschte die Handvoll Fans, die zu der nur 20 Minuten für Zuschauer geöffneten Einheit gekommen waren, dennoch: Emil Forsberg war zurück im Training!

Zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr zeigte sich der 26-Jährige auf dem Rasen. Zwar hatte der Schwede nur Laufschuhe dabei, um sich abseits der Kollegen unter Anleitung der Reha-Trainer zu bewegen; an einen Einsatz gegen den SC Freiburg an diesem Samstag (15.30 Uhr/MZ-Liveticker) ist noch nicht zu denken. Doch allein die Rückkehr des Mittelfeldstars auf den Trainingsplatz nach siebenwöchiger Verletzungspause sorgte bei vielen Fans für Erleichterung.

RB Leipzig: Immer wieder Spekulationen um Emil Forsberg

Grund für die lange Absenz sei eine Bauchmuskelentzündung, heißt es bei RB. Doch da diese Verletzung normalerweise in zwei, höchstens drei Wochen auskuriert ist, wurde auch über andere Ursachen oder sogar über einen möglichen Abgang noch in dieser Transferperiode spekuliert.

Doch das scheint sich nicht zu bestätigen. Vielmehr erklärte Trainer Ralph Hasenhüttl bei der Pressekonferenz am Donnerstag auf MZ-Nachfrage, warum Forsberg so lange an den Bauchmuskel-Beschwerden laboriert: „Es kann sein, dass er darauf in der Hinrunde zu wenig Rücksicht genommen und im Herbst das ein oder andere Mal mit Schmerzen gespielt hat”, sagte der Coach.

Heißt: Weil Forsberg bei Champions-League-Premiere und WM-Play-offs keinesfalls fehlen wollte und sollte, ignorierten er, RB Leipzig und die schwedische Nationalmannschaft die Schmerzen offenbar so lange, bis sie chronisch wurden. Dass Klub und Auswahl nichts davon mitbekommen haben, ist angesichts der medizinischen Rundum-Versorgung bei RB Leipzig nicht sehr wahrscheinlich. Vielmehr wurden die Beschwerden wohl unterschätzt.

Emil Forsberg: Hat RB Leipzig die Verletzung unterschätzt?

Nun gehe es darum, betonte Hasenhüttl, „ihn nicht noch einmal in eine Belastung reinzujagen und die Reizung akut werden zu lassen”. Noch immer sei Forsberg nicht schmerzfrei und plage sich am Ansatz der Bauchmuskeln noch immer mit Problemen herum. „Solange die nicht komplett weg sind, macht es keinen Sinn, ihn mehr zu belasten”, warb der Trainer um Geduld und warnte: „Wir müssen aufpassen, dass es nicht schlimmer wird.”

Und auch Naby Keita, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist und zudem Adduktorenprobleme hat, wird beim Rückspiel in Freiburg fehlen. Ebenso Marcel Halstenberg, der nach dem dreifachen Handbruch gegen Hertha BSC noch nicht zu 100 Prozent belastbar ist.

RB Leipzig gegen SC Freiburg mit Timo Werner, aber ohne Naby Keita

Sehr wahrscheinlich also, dass Bernardo erneut links hinten in der Viererkette beginnt. Konrad Laimer dürfte nach der starken Leistung gegen Schalke das Pendant auf der anderen Abwehrseite bilden. Im Sturmzentrum wird Timo Werner zurück in der Startelf erwartet, neben ihm könnte Jean-Kévin Augustin starten. Vor allem Werner dürfte auf einen Einsatz gegen den Klub von Trainer Christian Streich brennen. Der Nationalstürmer erzielte in sieben Ligaspielen gegen Freiburg bereits acht Tore, traf sogar dreimal doppelt.

Zwar vermied Hasenhüttl eine klare Ansage vor dem Auftritt im Breisgau. Doch bei einer Bilanz von 12:2 Toren und zuletzt drei klaren Siegen in der Bundesliga wäre auch gegen wiedererstarkte und in der Liga seit sechs Spielen ungeschlagene Freiburger alles andere als ein Sieg der Leipziger eine Überraschung. Auch ohne Naby Keita und Emil Forsberg. (mz)