Kommentar zum Aus von Hasenhüttl

Kommentar zum Aus von Hasenhüttl: Stilloses Machtspiel bei RB Leipzig

Leipzig - Das Aus von Trainer Ralph Hasenhüttl muss bereits vor Ende der Saison beschlossene Sache in der Chefetage von RB Leipzig gewesen sein. Sportdirektor Ralf Rangnick und Klubboss Oliver Mintzlaff waren ganz sicher nicht so naiv zu glauben, dass der Chefcoach in ein letztes Vertragsjahr gehen würde, ohne eine Perspektive zu ...

17.05.2018, 11:29
Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig.
Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig. imago sportfotodienst

Das Aus von Trainer Ralph Hasenhüttl muss bereits vor Ende der Saison beschlossene Sache in der Chefetage von RB Leipzig gewesen sein. Sportdirektor Ralf Rangnick und Klubboss Oliver Mintzlaff waren ganz sicher nicht so naiv zu glauben, dass der Chefcoach in ein letztes Vertragsjahr gehen würde, ohne eine Perspektive zu haben.

Das musste sich Hasenhüttl nicht antun, und das wusste auch die Klubführung. Ein Machtspiel, das so gar nicht zum Image des Klubs passen will.

Dass der Österreicher nach dem Traumstart vor knapp zwei Jahren so schnell zum Auslaufmodell wird, ist bedauerlich. Denn bei allen Fehlern, die auch er - genau wie Rangnick oder die Spieler – gemacht hat, geht RB Leipzig ein bemerkenswerter Fachmann, Kommunikator und Motivator verloren. Hasenhüttl hat dem Ehrgeizling unter den Erstligaklubs Leichtigkeit und ein sympathisches Gesicht verliehen.

Dass sie bei RBL Typen wie Hasenhüttl und zuvor Alexander Zorniger vom Hof treiben, macht Rangnick, Mintzlaff & Co. nicht eben menschlicher. Wie die Bosse Hasenhüttl nach den Erfolgen in der Vorsaison nun bei der ersten Krise auflaufen ließen, wirkt stillos. Übrigens: Interviews zum Trainerabschied sagte RB vorerst ab. Kritische Nachfragen sind nicht erwünscht.

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