Nach jahrelangen Debatten Nach jahrelangen Debatten: Auf- und Abstiege im deutschen Eishockey wieder eingeführt

München - Paukenschlag im deutschen Eishockey: Nach jahrelangen kontroversen Debatten wird zur Saison 2020/21 die Auf- und Abstiegsregelung zwischen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und dem Unterhaus, der sogenannten DEL2, wieder eingeführt.
Diesen Beschluss haben die Gesellschafter der beiden Ligen gefasst, hieß es in einer Mitteilung. Erstmals seit 2005/06 können Teams dann wieder sportlich in die DEL aufrücken, bislang war das nur unter gewissen wirtschaftlichen Umständen möglich, etwa beim Ausscheiden eines Klub aus dem Wettbewerb wegen finanzieller Engpässe. Die Unterschrift unter die getroffene Vereinbarung steht noch aus, soll aber in Kürze erfolgen. Absteigen wird der Tabellenletzte der DEL, aufsteigen der Meister der DEL2.
Regelung soll für Spannung sorgen
„Gewinner dieser Vereinbarung ist der Eishockeysport in Deutschland, wie in allen anderen Sportarten wird Auf- und Abstieg auch bei uns für zusätzliche Spannung sorgen“, sagte Peter Merten, der Aufsichtsratsvorsitzende der DEL2. „Wir erhoffen uns davon einen wichtigen Impuls für unseren Sport“, ergänzte Jürgen Arnold, der Aufsichtsratsvorsitzende der DEL.
„Ich bin überglücklich, dass die beiden unabhängigen Profiligen schlussendlich einen Weg gefunden haben“, kommentierte Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die wegweisende Entscheidung. „Dass die berühmte Kuh jetzt vom Eis ist“, ergänzte er, „ist absolut überragend für unseren Sport.“ Die Einigung werde „auch große sportliche und infrastrukturelle Impulse verstärken.“ (sid)