Zweiter Finne für mehr Offensivpower

Saale Bulls verpflichten Stürmer Joonas Mikael Niemelä

Die Saale Bulls haben den Finnen Joonas Mikael Niemelä als Stürmer verpflichtet. Er wechselt aus Italien an die Saale.

Von Christopher Kitsche
Joonas Mikael Niemelä (l.)
Joonas Mikael Niemelä (l.) (Foto: Imago/Mühl.)

Halle (Saale) - Das Vokabular ist explosiv: „Er hat eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt Kai Schmitz, Sportdirektor der Saale Bulls, über die Saisonleistung des im Sommer 2020 verpflichteten Stürmers Tatu Vihavainen. Der Finne war mit 24 Toren und 28 Assists einer der Topscorer des MEC. Eine ähnliche Bilanz, wenn nicht sogar eine bessere, erhofft sich der Verein nun auch von Vihavainens Landsmann Joonas Mikael Niemelä, dessen Verpflichtung die Saale Bulls am Mittwochabend verkündeten.

Joonas Mikael Niemelä: Wechsel aus Italien an die Saale

Der 24-jährige Center wechselt vom italienischen Klub HC Gherdëina an die Saale. Für den erzielte er in der Alps Hockey League (AlpsHL), in der neben italienischen auch österreichische und slowenische Teams antreten, inklusive Playoffs in 17 Partien 13 Tore. Die Bulls besetzen damit nach dem Abgang von Valtteri Hotakainen die zweite Importstelle im Kader. Ein Finne geht, ein neuer Finne kommt.

„Wir werden in der kommenden Saison eine Mannschaft sein, die kompakt ist, aber über 60 Minuten komplett marschiert. Joonas Niemelä passt perfekt in dieses Konzept. Er ist jung, sehr schnell und hat einen guten Abschluss“, begründete Bulls-Sportdirektor Schmitz, der zugleich als Kapitän und Verteidiger im Team von Trainer Ryan Foster aufläuft, die Personalentscheidung.

Vihavainen und Niemelä: Strumpartner bei den Saale Bulls

Dass vor allem diese Attribute für die kommende Spielzeit gefragt sind, habe auch den Ausschlag dafür gegeben, nicht mit Valtteri Hotakainen weiterzumachen. „Valtteri ist ein defensiver Stürmer, von den Anlagen ein Arbeiter. Davon gehen wir jetzt etwas weg.“ Auch weil die Verteidigerreiher der Bulls weniger offensiv orientiert sein wird. „Von Joonas erhoffen wir uns mehr Durchschlagskraft und Power.“ Und natürlich Tore.

Dass der junge Finne, der mit der U-18-Nationalmannschaft die WM-Silbermedaille gewann, diese Erwartungen erfüllen kann, davon ist Schmitz überzeugt. „Er wird ordentlich punkten. Seine Statistikwerte sind im Durchschnitt ja sogar noch einmal besser als die von Tatu.“

Auch zwischenmenschlich habe man schnell zusammengefunden, so Schmitz über den Neuen. Einen Austausch mit seinem künftigen Sturmpartner Vihavainen habe dabei geholfen. „Sie kennen sich bereits aus Duellen in der finnischen Liga.“ In der kommenden Runde sollen sich die beiden Torjäger nun als Sturmpartner zu Höchstleistungen pushen. (mz)