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MBC in Frankfurt MBC in Frankfurt: Wiedersehen mit Jordan Sibert

Von Daniel George 31.03.2018, 12:02
Beim MBC war Jordan Sibert zwar beliebt, konnte im Wölfe-Trikot jedoch nicht vollends überzeugen. Er wurde durch Andrew Warren ersetzt.
Beim MBC war Jordan Sibert zwar beliebt, konnte im Wölfe-Trikot jedoch nicht vollends überzeugen. Er wurde durch Andrew Warren ersetzt. fotostand

Weißenfels - Wie heißt es im Leben so schön: Am Ende bekommt jeder das, was er verdient. Solche Weisheiten können hohle Worthülsen sein, doch im Fall von Jordan Sibert und dem Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) beweist dieser Satz seine Gültigkeit. Denn der Bundesligist aus Weißenfels hat sein großes Saisonziel, den Klassenerhalt, so gut wie erreicht. Und der Flügelspieler aus den USA hat sein Glück wiedergefunden.

Wenn der MBC am Ostermontag ab 17.30 Uhr bei den Skyliners in Frankfurt gastiert, steht Jordan Sibert im Mittelpunkt. Sicher ist: Der 25-Jährige wird das Rampenlicht genießen. Lange genug stand er in Weißenfels auf dem Abstellgleis.

Wechsel nach Frankfurt war eine Erlösung für Jordan Sibert

Spät in der Sommervorbereitung war Sibert im vergangenen Jahr zum MBC gestoßen. Die Vereinsverantwortlichen hatten damit auf die Krankheits- und Verletzungsmisere reagiert. Und Sibert, in der Vorsaison in Griechenlands erster Liga aktiv, zeigte in den folgenden Monaten ordentliche Vorstellungen – aus Sicht der Bosse des MBC aber nicht ordentlich genug.

Sie holten Ende Januar Aufstiegsheld Andrew Warren zurück und verbannten Jordan Sibert somit auf die Auswechselbank. Alle sechs Ausländerpositionen waren besetzt, Sibert musste zuschauen. Anderthalb Monate lang, bis sich Frankfurt Mitte März seine Dienste sicherte. Der Wechsel an den Main war eine Erlösung für den Profi.

„Jordan war stets eine gute Person und nach einer Verletzung in der Vorbereitung hat er unserer Mannschaft wirklich weitergeholfen. Im professionellen Sport muss man jedoch Entscheidungen treffen, die das Team und den Erfolg voranstellen“, sagte Igor Jovovic, Cheftrainer des MBC, damals. Es war die richtige Entscheidung. Seine Mannschaft profitierte von der Rückkehr Warrens, er gab dem Team gerade defensiv deutlich mehr Energie.

Jordan Sibert war beim MBC sehr beliebt

Doch auch Sibert trainierte während seiner Zeit als Reservist weiterhin fleißig mit. Er arbeitete, um bereit zu sein, falls ein passendes Angebot kommt. Und beim MBC drückten sie ihm die Daumen, denn der stets lächelnde US-Amerikaner war beliebt im Team. Der Charakter von Sibert überzeugte schließlich auch Gordon Herbert.

Der Coach der Skyliners aus Frankfurt war bereits im Sommer interessiert gewesen an Sibert, entschied sich dann jedoch für einen anderen Spieler. Nun doch die Verpflichtung. „Er ist ein Flügelspieler, der gut werfen kann und das Potenzial hat, ein guter Verteidiger zu werden“, sagt Herbert, dessen Klub in den bis Sommer laufenden Vertrag von Sibert deshalb eine Option auf die kommende Saison verankern ließ.

Aus einer eher verkorksten Spielzeit kann für Jordan Sibert so plötzlich noch eine sehr gute werden. In seinen ersten drei Begegnungen für Frankfurt erzielte der 1,93 Meter große Flügelspieler zehn Punkte im Schnitt, stand immer mindestens eine Viertelstunde auf dem Parkett – und das bei einem Team, das deutlich größere Ambitionen hegt als der MBC. Sibert könnte das entscheidende Puzzleteil in der entscheidenden Saisonphase sein. Seine Saison wird wohl länger dauern als die des MBC. Denn Frankfurt will in die Play-offs und hätte dieses Ziel als Tabellensiebter aktuell erreicht. Ein Sieg am Montag gegen Weißenfels ist Pflicht.

MBC bei den Skyliners Frankfurt live bei Sport1

Jordan Sibert will seinen Teil dazubeitragen. Beim 96:93-Hinspielerfolg der Frankfurter nach Verlängerung war er mit 23 Punkten bester Werfer – des MBC. Nun steht er im Skyliners-Trikot im Rampenlicht. Sport1 überträgt die Partie live im Free-TV. Bereits zuletzt war Sibert ein gefragter Interviewpartner. Gegenüber der Frankfurter Neuen Presse sagte er kürzlich: „Frankfurt ist ein großartiges Team. Sie haben mich sehr gut aufgenommen. Ich bin dankbar.“

Jeder bekommt eben das, was er verdient. Und Jordan Sibert hat sich sein Glück verdient.

(mz)