Verteidiger zieht es in die Regionalliga

Wie Fabian Menig seinen Abschied vom Halleschen FC begründet

Von Christopher Kitsche 21.01.2022, 16:26
Fabian Menig (l.), hier bei einem seiner wenigen Pflichtspiele für den Halleschen FC gegen Uerdingen.
Fabian Menig (l.), hier bei einem seiner wenigen Pflichtspiele für den Halleschen FC gegen Uerdingen. (Foto: imago images/Christian Schroedter)

Halle (Saale)/MZ - Seine gute Laune behielt Fabian Menig bis zum Schluss. Mit einem für ihn typischen breiten Grinsen im Gesicht stand der Verteidiger an seinem letzten Arbeitstag als Fußballer des Halleschen FC auf dem Parkplatz des Leuna-Chemie-Stadions.

Am Dienstag hat der 27-Jährige einen Auflösungsvertrag unterschrieben, nach eineinhalb Jahren ist Schluss beim HFC. Der Allgäuer setzt seine Karriere beim 1. FC Nürnberg in der Regionalliga Bayern fort.

Menig war im Sommer 2020 vom österreichischen Erstligisten Mödling zum HFC gewechselt. Zuvor hatte er 142 Drittliga-Partien für Aalen und Münster absolviert und sich durch seine unverwüstliche Spielweise den Spitznamen „Eisen“ erarbeitet. Dem konnte er bei den Rot-Weißen nicht gerecht werden: Aufgrund von Verletzungen machte Menig nur neun Spiele.

Fabian Menig will beim 1. FC Nürnberg II „über den Tellerrand hinausschauen

„Sportlich war es sicher nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Erwartungen, die in mich gesetzt wurden, konnte ich nicht erfüllen.“ Trotzdem habe er eine „sehr schöne Zeit“ in Halle gehabt: „Es war eine super Mannschaft hier, auch in der Stadt habe ich mich sehr wohl gefühlt. Deshalb bin ich jetzt auch ein wenig traurig.“

Gleichzeitig ist aber auch die Vorfreude auf die neue Aufgabe bei der Zweitvertretung der Nürnberger groß. „Ich möchte die Mannschaft als Führungsspieler verstärken“, sagt Menig, für den die Planungen nach der Karriere beim Wechsel auch eine Rolle spielten. „Ich kann dort schon über den Tellerrand hinaus schauen und eine Trainerausbildung machen.“

Für den HFC ergibt sich durch den vorzeitigen Abgang von Menig wiederum neuer Gehaltsspielraum. „Wir sind wachsam“, hatte Trainer André Meyer am Dienstag im MZ-Interview Wintertransfers auch nicht ausgeschlossen.