Hallescher FC

Schnorrenberg baut sein Team kräftig um

Halle (Saale)

Endspiel, Sechs-Punkte-Partie, Abstiegsgipfel - von derlei Bezeichnungen hält HFC-Trainer Florian Schnorrenberg vor dem Heimspiel des Halleschen FC gegen den KFC Uerdingen in der 3. Liga am Freitag (19 Uhr, Magenta Sport) nicht viel.

„Ich mag dieses eine Spiel nicht höher hängen, als es ohnehin schon ist“, sagt der Trainer. Um die Bedeutung der Partie, auch für ihn persönlich, weiß der 43-Jährige ja auch so. Nur ein Sieg hilft dem taumelnden HFC im Abstiegskampf weiter. Eine weitere Niederlage, vier waren es ja schon in den vergangenen fünf Spielen, könnte den Absturz in die rote Zone bedeuten. Und dürfte für Schnorrenberg ziemlich sicher den Verlust seines Jobs bedeuten.

Schnorrenberg baut sein HFC-Team um

Der Fußballlehrer bemüht sich in der für ihn existenziellen Situation aber um Sachlichkeit. Als Derwisch ist er in der Woche weder bei der Arbeit mit den Spielern auf dem Trainingsplatz, noch in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu erleben. Konzentriertes Arbeiten soll die sportliche Wende bringen.

Zugleich wird Schnorrenberg bei der Aufstellung neue Wege gehen, ganz so wie ein Trainer, der nicht mehr viel zu verlieren hat. In der Trainingswoche kristallisierte sich eine junge Offensivreihe aus Jan Shcherbakovski, Laurenz Dehl und Julian Guttau (Durchschnittsalter: 20 Jahre) als erste Wahl hinter Torjäger Terrence Boyd heraus. Was zu dem passt, was Schnorrenberg für das Spiel gegen Uerdingen fordert: „Es ist für uns wichtig, den nötigen Spaß und die Lockerheit dabei zu haben.“ Eine Option ist wieder Flügeldribbler Braydon Manu, nach überstandenem Muskelfaserriss.

HFC: Sitzt der formschwache Stipe Vucur nur auf der Bank?

Klar ist dagegen, dass mit Michael Eberwein und Marcel Titsch Rivero bisher zwei oft eingesetzte, aber enttäuschend spielende Profis gelbgesperrt fehlen. Ebenso wie Kapitän Jonas Nietfeld, der sich bei der Niederlage in Kaiserslautern (1:3) eine Rippe angebrochen hat. Dazu droht aber selbst dem völligen fitten zuletzt aber fehleranfälligen Abwehrchef Stipe Vucur die Bank.

Was Hoffnung macht, dass es für den HFC mit der Wende klappen könnte: Uerdingen fehlt selbst der zuletzt treffsichere Adriano Grimaldi (Quarantäne). Auch der Einsatz von Toptorjäger Muhammed Kiprit (sieben Treffer), der Knieprobleme hat, ist offen. (mz/Christopher Kitsche)