Gleich zwei Kandidaten gehandelt

Übernimmt ein Ex-HFC-Trainer bei Erzgebirge Aue?

Aktualisiert: 22.09.2022, 10:03
Florian Schnorrenberg ist seit seiner Entlassung beim Halleschen FC vereinslos.
Florian Schnorrenberg ist seit seiner Entlassung beim Halleschen FC vereinslos. (Foto: imago/Eibner)

Aue/MZ/dpa - Nach der Entlassung von Timo Rost nach nur 112 Tagen im Amt ist Erzgebirge Aue auf Trainersuche. Und laut einem Bericht von „tag24.de“ sind gleich zwei Ex-HFC-Trainer unter den Kandidaten.

Demnach soll das aktuelle Tabellenschlusslicht der 3. Liga mit Florian Schnorrenberg und Rico Schmitt verhandeln. Beide sind aktuell vereinslos.

Schnorrenberg war im Dezember 2021 nach eineinhalb Jahren im Amt beim Halleschen FC entlassen worden. Schmitt hatte den Klub zwischen 2016 und 2018 in 88 Partien trainiert. Er kennt auch Aue bestens, war dort zwischen 2008 und 2012 bereits Trainer. Zuletzt war Schmitt beim SV Meppen in der 3. Liga im Amt, wo er im Mai 2022 freigestellt wurde.

Erzgebirge Aue muss sich sportlich neu aufstellen

Für die Trainersuche hat der FC Erzgebirge Aue hat eine Findungskommission gebildet, um zeitnah einen Nachfolger für Timo Rost und einen sportlichen Leiter präsentieren zu können. „Ehrenrat und Aufsichtsrat werden in gemeinsamen Sitzungen diesen Prozess begleiten. Und dann gilt es, zeitnah entsprechende Entscheidungen zu treffen“, sagte der ehemalige Landrat Frank Vogel, der nun im Interimsvorstand des Fußball-Drittligisten sitzt in einem Interview der „Freien Presse“.

Der 65 Jahre alte Pensionär betonte nach dem Rücktritt von Präsident Helge Leonhardt, dass „zweifelsohne in den vergangenen Monaten auch Fehler gemacht“ wurden. Diese negative Entwicklung soll nun „genau analysiert“ werden.

„Auf jeden Fall müssen wir uns in einigen Bereichen noch professioneller aufstellen, wenn wir in der 3. und perspektivisch wieder in der 2. Liga bestehen wollen. Dies betrifft sowohl die sportliche Kompetenz als auch innere Abläufe. Das wird die neu gewählten Gremien noch beschäftigen“, sagte Vogel, der sich mit dem Interimspräsidenten Torsten Enders im Übergangsgremium vorrangig um das Tagesgeschäft kümmert und zudem die Mitgliederversammlung im November vorbereitet.

Dort erhoffe sich Vogel „von allen Beteiligten, dass wir in großer Sachlichkeit diskutieren, respektvoll miteinander umgehen, den Blick nach vorn richten und die Entscheidungen, die getroffen werden, dann in großer Geschlossenheit mittragen und vollziehen. Nur gemeinsam sind wir stark. Nur gemeinsam kommen wir aus dieser schwierigen Lage wieder heraus“.