1. MZ.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Fußball
  6. >
  7. Frauenfußball: Wück zum Liga-Streit mit DFB: „Keine Zeit verlieren“

Frauenfußball Wück zum Liga-Streit mit DFB: „Keine Zeit verlieren“

Wie geht es weiter mit der Fußball-Bundesliga der Frauen? Der Bundestrainer wird langsam ungeduldig.

Von dpa 03.03.2026, 06:10
Bundestrainer Wück äußert sich zur Zukunft der Frauen-Bundesliga.
Bundestrainer Wück äußert sich zur Zukunft der Frauen-Bundesliga. Robert Michael/dpa

Dresden - Bundestrainer Christian Wück drängt in der Auseinandersetzung um die Zukunft der Frauen-Bundesliga auf eine schnelle Entscheidung. „Alle sagen immer, dass wir in die gleiche Richtung gehen wollen und dass der Frauenfußball ganz oben steht. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Die anderen Ligen schlafen nicht“, sagte der 52-Jährige in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. 

„Ich wünsche mir, dass das Niveau der Bundesliga immer mehr steigt, davon profitieren alle: Vereine, Spielerinnen, Zuschauer, Sponsoren – und das Nationalteam“, sagte Wück vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballerinnen gegen Slowenien an diesem Dienstag (17.45 Uhr/ARD) in Dresden weiter. 

„Schiedsrichterbereich muss professionalisiert werden“

Eine gemeinsam geplante GmbH mit den 14 Erstligisten und dem DFB war zuletzt zweimal geplatzt. Der neu gegründete Ligaverband FBL e.V. sucht derzeit in Arbeitsgruppen nach Lösungen. Der Verband wollte ursprünglich knapp über 100 Millionen Euro für die kommenden acht Jahre in das Joint Venture geben und hat den geplanten Ablauf des TV-Rechte-Verkaufs gestoppt. Die Auktion soll nicht wie geplant im Frühjahr, sondern erst im Herbst erfolgen - wenn vielleicht abzusehen ist, wann die Bundesliga-Reformen tatsächlich greifen sollen.

„Professionalisierung in all ihren Facetten ist für mich das Schlüsselwort. Infrastruktur, Trainingsbetrieb mit Physiotherapie, mit Athletikzentren, mit individueller Betreuung“, sagte Wück. „Auch der Schiedsrichterbereich muss professionalisiert werden. Wir können nicht die ganze Zeit über Leistungen schimpfen, wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind.“ 

Der DFB-Chefcoach sieht das deutsche Nationalteam unter den Top-Nationen mit Schweden, Frankreich, England, Spanien und den USA. „Die Bundesliga sehe ich auf Augenhöhe mit der französischen und hinter der englischen Liga“, sagte er.