Verfahren gegen Petersen läuft weiter

Verfahren gegen Petersen läuft weiter: Keine Hinweise auf Wettmanipulation

Halle (Saale) - In der Affäre um mögliche Manipulationen in der Regionalliga Nordost gibt es laut Aussagen des Norddeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine Hinweise auf verschobene Punktspiele.

Von Martin Henkel

In der Affäre um mögliche Manipulationen in der Regionalliga Nordost gibt es laut Aussagen des Norddeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine Hinweise auf verschobene Punktspiele.

Wie der Verband mitteilte, gelte das sowohl für diese als auch die vergangene Saison. Geschäftsführer Holger Fuchs sagte dazu dem MDR: „Dem NOFV sind keine Hinweise auf manipulierte Spiele bekannt.“

Der Verband stützt sich dabei auf Mitteilungen des DFB, der mit der Firma Sportradar zusammenarbeitet. Das Unternehmen wertet Spiele nach möglichen Wettmanipulationen aus. „Der NOFV ist in die Zusammenarbeit von DFB und Sportradar inkludiert“, so Fuchs.

Chemnitzer FC schaltete den NOFV ein

Hintergrund sind mögliche Spielmanipulationen durch den deutsch-chinesischen Sportvermarkter „Star Movement“, der angeblich versucht haben soll, über die Anmietung einer Loge beim Chemnitzer FC Einfluss zu nehmen. Wie die Bild-Zeitung berichtete, habe der Vermarkter zur Refinanzierung „sichere Siege“ vorgeschlagen. Chemnitzer Vertreter sahen darin eine Umschreibung für Spielmanipulationen und schalteten den NOFV sowie die Staatsanwaltschaft ein.

„Star Movement“ ist gleichzeitig Kooperationspartner von Germania Halberstadt, was den Regionalligisten ebenfalls in die Schlagzeilen gebracht hat. Das aber vor allem durch seinen sportlichen Leiter Andreas Petersen. Der Vater des Freiburger Bundesligastürmers Nils Petersen soll vor dem später verlorenen Ligaspiel beim SV Babelsberg am 30. November zwei ehemalige Halberstädter Spieler des Gegners mit der Absicht kontaktiert haben, das Spiel zu manipulieren. Petersen bestreitet dies.

Halberstadts Andreas Petersen droht lange Sperre

Ein Sportrechtsverfahren gegen Halberstadt hat der NOFV mittlerweile eingestellt, wie Fuchs gegenüber der MZ bestätigte. „Es fehlt nur noch das schriftliche Urteil.“ Gegen Petersen werde hingegen weiter ermittelt. Dessen Anwälte hätten nach einer ersten mündlichen Verhandlung beantragt, die Beweisaufnahme fortzuführen. Der Termin für einen zweite Verhandlung, so Fuchs, werde aktuell geprüft.

Sollte Petersen für schuldig befunden werden, erwartet ihn ein Strafmaß zwischen Geldstrafe und lebenslanger Sperre. (mz)