Rückrundenstart in der 2. Liga

Rückrundenstart in der 2. Liga: Umkämpfte Positionen: Die Härtefälle bei RB Leipzig

LEIPZIG - Ralf Rangnick gilt als entscheidungsstarker Trainer und Sportdirektor. Doch vor dem Rückrundenstart gegen Eintracht Braunschweig an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Red-Bull-Arena) hat der Chefcoach von RB Leipzig noch zwei, drei wahrlich schwierige Personalentscheidungen zu treffen. Nach erfolgreichem und in der zweiten Hälfte auch überzeugendem 5:0-Test gegen den FK Teplice ist die Wahl eher noch schwieriger geworden. Einige der Eingewechselten seien „in richtig guter Form”, urteilte Rangnick. „Es ist für mich noch überhaupt nicht klar, ob der ein oder andere von denen am Sonntag von Beginn an ...

Von Ullrich Kroemer 01.02.2016, 14:53

Ralf Rangnick gilt als entscheidungsstarker Trainer und Sportdirektor. Doch vor dem Rückrundenstart gegen Eintracht Braunschweig an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Red-Bull-Arena) hat der Chefcoach von RB Leipzig noch zwei, drei wahrlich schwierige Personalentscheidungen zu treffen. Nach erfolgreichem und in der zweiten Hälfte auch überzeugendem 5:0-Test gegen den FK Teplice ist die Wahl eher noch schwieriger geworden. Einige der Eingewechselten seien „in richtig guter Form”, urteilte Rangnick. „Es ist für mich noch überhaupt nicht klar, ob der ein oder andere von denen am Sonntag von Beginn an spielt.”

Die am meisten umkämpfte Position ist derzeit die des linken Innenverteidigers. Gegen Teplice begann der türkische Neuzugang Atinc Nukan, der seine Sache in der Defensive gut machte und im Spielaufbau einige schöne Pässe spielte. Sein Konkurrent (und Hausnachbar) Marvin Compper ist defensiv deutlich erfahrener und ließ im Testspiel überhaupt nichts anbrennen. In der Offensive hat Nukan möglicherweise leichte Vorteile; zudem will Rangnick den millionenschweren Zugang für die Bundesliga im kommenden Jahr aufbauen. „Die Besetzung der Position hinten links ist noch richtig offen”, sagte Rangnick. „Ati hat das heute wieder gut gemacht, Marvin ebenso. Da bin ich froh, dass die Entscheidung nicht heute ansteht, sondern erst in einer Woche.”

Das zweite Luxusproblem tut sich im Sturmzentrum auf. Der wiedererstarkte Yussuf Poulsen ist derzeit gesetzt. Rangnick urteilte: „Yussi ist aktuell in einer Verfassung, in der er zu Recht spielt – egal, ob wir mit einer oder mit zwei Spitzen agieren.” Wenn sich Rangnick für das gewohnte 4-2-3-1-System und gegen die offensiveren Varianten 4-2-2-2 oder 4-1-3-2 entscheidet, muss Acht-Millionen-Euro-Mann Davie Selke auf die Bank – trotz zweier Treffer gegen Teplice. Spielt Rangnick mit zwei Stürmern muss wohl Mittelfeldmotor Diego Demme weichen. „Davie haben die zwei Tore sicher gut getan”, sagte Rangnick. „Es wird spannend. Wir haben auf so vielen Positionen viele Möglichkeiten, aber das ist auch gut so.” So lobte der RBL-Chefentwickler etwa die ins Team drängenden Außenverteidiger Anthony Jung und Georg Teigl. „Dass es bei uns Spieler gibt, die richtig Druck auf die vermeintliche Stammformation machen, stimmt mich zuversichtlich für den Rest der Saison”, sagte Rangnick. (mz)