Nach Fan-Krawallen

Energie Cottbus: Verband verhängt nach Fan-Krawallen ein Geisterspiel

Cottbus - Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat gegen den Viertligisten FC Energie Cottbus eine Geldstrafe in Höhe von 16 000 Euro verhängt und ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeordnet.

22.06.2017, 16:48
Beim Gastspiel von Energie Cottbus beim SV Babelsberg kam es zu Ausschreitungen.
Beim Gastspiel von Energie Cottbus beim SV Babelsberg kam es zu Ausschreitungen. imago sportfotodienst

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat gegen den Viertligisten FC Energie Cottbus eine Geldstrafe in Höhe von 16 000 Euro verhängt und ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeordnet.

Der Grund ist „fortgesetztes und unsportliches bzw. kriminelles Verhalten der Cottbuser Anhänger“. So lautete die Urteilsbegründung des NOFV-Sportgerichts. Das teilte der ehemalige Bundesligist am Donnerstag mit.

Energie Cottbus: Ausschreitungen in Meuselwitz, Leipzig, Bautzen und Babelsberg

Zum beanstandeten Fan-Verhalten war es bei den Spielen in Meuselwitz, Leipzig, Bautzen und Babelsberg gekommen, wo zugleich rechtsradikale Ausschreitungen registriert wurden. Das erste Heimspiel der Regionalliga-Saison 2017/18 muss nun als „Geisterspiel“ stattfinden.

Der Verein will gegen das Urteil in die Berufung gehen. Nach „eingehender und intensiver Beratung von Präsidium und Verwaltungsrat“ habe sich der Club dazu entschieden. Der Gang bis vor ein Zivilgericht sei nicht ausgeschlossen, hieß es weiter.

Geisterspiel-Urteil: Energie Cottbus will in Berufung gehen

„Die Strafe ist für unseren Verein eine absolute Katastrophe“, erklärte Präsident Michael Wahlich. „Wir haben alles in unserer Macht stehende getan, um solche Dinge zu verhindern. Wir geben jährlich sechsstellige Beträge für Sicherheitsmaßnahmen aus. Wir positionieren uns klar gegen Rechtsextremismus und haben Anhänger, die sich diesen Störern beim Spiel in Bautzen in den Weg gestellt haben“, erklärte er weiter. Die Fans, die Zivilcourage gezeigt hätten, „werden ausgesperrt“, beklagte er.

(dpa)