Zweite Liga

Dynamo Dresden spielt unentschieden gegen 1. FC Nürnberg

Dynamo Dresden hat kämpfen gelernt. Auch wenn nicht alles nach Plan lief, ist der Punktgewinn in der zweiten Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg verdient.

Der Dresdner Pascal Testroet (l) und der Nürnberger Dave Bulthuis.
Der Dresdner Pascal Testroet (l) und der Nürnberger Dave Bulthuis. dpa-Zentralbild

Pascal Testroet hat der SG Dynamo Dresden eine bittere Niederlage zum Start in die 2. Fußball-Bundesliga erspart. In der Nachspielzeit der Partie gegen den 1. FC Nürnbeerg traf der Stürmer am Samstag zum 1:1 (0:1) und belohnte die Sachsen für eine engagierte Leistung.

Zuvor hatte Guido Burgstaller die mitfavorisierten Gäste mit einem umstrittenen Foulelfmeter praktisch mit dem Pausenpfiff vor 29 453 Zuschauern in Führung gebracht.

„Wir haben zwar viele Fehler gemacht, aber mit unserem Spiel in der ersten Halbzeit bewiesen, dass wir Mannschaften unter Druck setzen können, die schon länger dabei sind. Das war zumindest ein guter Start“, analysierte Kapitän Marco Hartmann.

Dynamo begann so, wie es die vergangene Saison abgeschlossen hatte: offensiv. Bereits nach sechs Minuten hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, als nach einer Flanke von Marvin Stefaniak Andreas Lamberz per Kopf an die Latte verlängerte und Pascal Testroet den zurückspringenden Ball in die Arme von Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer köpfte.

Überhaupt machten die Dresdner im Vorwärtsgang vieles richtig und erarbeiteten sich mehrere Möglichkeiten. So vergab Aias Aosman nach 29 Minuten kläglich, nachdem er unbedrängt in den Strafraum lief und zwei besser postierte Mitspieler übersah.

Auch Kapitän Marco Hartmann versuchte sich mit einem Fernschuss (35.), der allerdings knapp das Ziel verfehlte. Schließlich landete ein Rückzieher von Testroet doch im Netz (42.), doch der Stürmer stand im Abseits.

Dass die Dynamos dennoch mit einem Rückstand in die Kabine gehen mussten, lag an den vielen Unsicherheiten im Defensivverbund. Und dort besonders an Neuzugang Florian Ballas. Der vom FSV Frankfurt geholte Innenverteidiger fand keinerlei Bindung. Trotz seiner Zweitligaerfahrung wirkte er unsicher und brachte seine Vorderleute mehrere Male in Bedrängnis, indem er den ersten Pass im Spielaufbau in die Füße des Gegners spielte.

Dynamo Dresden gegen 1. FC Nürnberg: Unnötiger Elfmeter

Auch das Nürnberger Führungstor ging auf seine Kappe. Unmotiviert grätschte er in der 44. Minute in die Beine von Tim Leibold, der die Berührung dankend annahm. „Es ist natürlich doof, wenn einem soetwas passiert, besonders im ersten Spiel“, sagte Ballas reumütig.

Marvin Schwäbe im Dynamo-Tor war gegen den Strafstoß von Burgstaller machtlos. Zuvor hatten die Dresdner besonders mit dem agilen ehemaligen Auer Jakub Sylvestr Probleme, der in der 8. und 25. Minute gute Möglichkeiten vergab.

Vom Schock des Rückstandes erholten sich die Gastgeber lange nicht. Plötzlich gab es nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Spiel nach vorn keine klaren Strukturen mehr. Nürnberg machte geschickt die Räume dicht, vermochte die Dynamo-Probleme allerdings nicht zu nutzen. Nur Sylvestr hatte in der 46. und 76. Minute weitere Chancen.

Die Schützlinge von Trainer Uwe Neuhaus fingen sich erst nach der Einwechslung des ehemaligen Nürnbergs Stefan Kutschke Mitte der zweiten Hälfte. Plötzlich gab es auch wieder Chancen, doch Testroet konnte einen Kopfball nicht im leeren Tor der Gäste unterbringen (70.).

Von Nürnberg war nichts mehr zu sehen, die Dresdner kämpften, doch mit der Chancenverwertung wollte es nicht klappen. Kutschke, Testroet und der eingewechselte Manuel Konrad verfehlten Schäfers Tor. Bis es dann doch noch klappte. „Ich bin jetzt erleichtert, dass wir das Ding noch gedreht haben“, bekundete Ballas. (mz/dpa)