Aussprache statt Ausschluss

Aussprache statt Ausschluss: SV Babelsberg und NOFV legen Streit bei

Potsdam - Im Streit zwischen dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und Regionalligist SV Babelsberg hat es eine Aussprache gegeben. Nach einem Gespräch bei Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs legten beide Parteien den Konflikt bei und vereinbarten eine intensive Zusammenarbeit im Kampf gegen ...

07.03.2018, 16:16
Der SV Babelsberg muss nach der Einigung mit dem NOFV nicht länger mit einem Ausschluss aus der Regionalliga Nordost rechnen.
Der SV Babelsberg muss nach der Einigung mit dem NOFV nicht länger mit einem Ausschluss aus der Regionalliga Nordost rechnen. imago sportfotodienst

Im Streit zwischen dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und Regionalligist SV Babelsberg hat es eine Aussprache gegeben. Nach einem Gespräch bei Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs legten beide Parteien den Konflikt bei und vereinbarten eine intensive Zusammenarbeit im Kampf gegen Rassismus.

„Wir sind erleichtert und freuen uns, dass beide Konfliktparteien konstruktiv aufeinander zugegangen sind“, sagte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit. „Obwohl es weiterhin unterschiedliche Beurteilungen bezüglich einzelner rechtlicher Aspekte gibt, haben wir dieser Vereinbarungen zugestimmt“, meinte Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03.

NOFV berichtigt sein Urteil, SV Babelsberg bezahlt die Strafe

Die Parteien einigten sich darauf, dass das Urteil des NOFV-Sportgerichts gegen Babelsberg 03 vom 19. Juni 2017 bestätigt und Sanktionen wegen pyrotechnischer Aktionen im Fanblock des SV Babelsberg ausgesprochen wurden. Während das Berufungsverfahren wegen Formfehler endgültig zurückgewiesen wurde, nimmt das NOFV-Sportgericht eine Berichtigung von Formulierungen im Urteil vor.

Babelsberg hatte eine Frist zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro verstreichen lassen. Die Geldstrafe hatte Babelsberg wegen Pyrowürfen und eines Platzsturms im Spiel der Vorsaison gegen Energie Cottbus am 28. April (2:1) kassiert. Babelsberg stört sich vor allem daran, dass in der ursprünglichen Urteilsbegründung aufgeführt worden war, dass ein Babelsberger Fan als Reaktion auf rassistische und antisemitische Schmähungen einiger Cottbuser „Nazischweine raus“ gerufen habe.

NOFV zieht Antrag auf Sperrung des SV Babelsberg zurück

Wie die Parteien weiter mitteilten, bleibt die Geldstarfe in Höhe von 7000 Euro bestehen. Babelsberg kann einen Betrag in Höhe von 3500 Euro für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen gegen Rassismus verwenden. Dies müsse bis zum 30. Juni 2018 nachgewiesen werden.

Sobald das Geld eingegangen ist, wird der NOFV-Antrag auf Sperrung der Regionalligamannschaft des SV Babelsberg zurückgezogen, hieß es. Beide Seiten bekundeten zudem, dass man weitere Möglichkeiten zur Unterstützung der Vereine in ihrer Arbeit für Vielfalt und gegen Rassismus prüfen wolle.

(sid)