1. MZ.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Fußball : Fußball : Landesmeister kommt nach Naumburg

Fußball  Fußball : Landesmeister kommt nach Naumburg

Von Torsten Kühl 21.08.2020, 09:31
Kapitän Jonas Ballin (l.) - hier im torlosen Auftaktspiel der neuen Landesliga-Saison gegen Turbine Halle - hat mit dem SC Naumburg am Sonnabend ab 15 Uhr im Stadion an der Saalestraße den amtierenden Verbandsliga-Titelträger 1. FC Romonta Amsdorf zu Gast.
Kapitän Jonas Ballin (l.) - hier im torlosen Auftaktspiel der neuen Landesliga-Saison gegen Turbine Halle - hat mit dem SC Naumburg am Sonnabend ab 15 Uhr im Stadion an der Saalestraße den amtierenden Verbandsliga-Titelträger 1. FC Romonta Amsdorf zu Gast. Torsten Biel

Naumburg - In der abgebrochenen Saison 2019/20 war der 1. FC Romonta Amsdorf Meister der Verbandsliga, Sachsen-Anhalts Oberhaus, geworden. Doch die Kicker aus dem Seegebiet Mansfelder Land nahmen ihr Aufstiegsrecht nicht wahr; dafür rückte Blau-Weiß Zorbau in die Oberliga hoch (Tageblatt/MZ berichtete). Nun sind die Amsdorfer in der ersten Landespokalrunde am Sonnabend mit Anstoß um 15 Uhr im Stadion an der Saalestraße zu Gast beim Landesligisten SC Naumburg.

SCN-Trainer Matthias Krause kann in dieser Partie wieder auf Hannes Niebling (extra eher aus dem Urlaub heimgekehrt) und Stefan Schulze (nach Sperre) zurückgreifen. „Natürlich wollen wir das Match gegen den amtierenden Landesmeister gewinnen“, so Krause.

Wie die Domstädter (0:0 gegen Turbine Halle) sind auch die Amsdorfer in der neuen Saison in Pflichtspielen noch ohne Sieg. Dem 2:2 zum Auftakt beim FSV Barleben folgte am Mittwochabend eine 0:1-Heimniederlage gegen Blau-Weiß Dölau mit dem Herrengosserstedter Christian Ignorek im Tor. Vielleicht sollte letztgenanntes Ergebnis den morgigen Gastgebern Hoffnung verleihen, hatten sie doch in einem Testspiel Anfang August eben jene Dölauer mit 4:3 bezwungen.

Schiedsrichter gewechselt

Für Unmut bei den SCN-Verantwortlichen um Maik Lehner hatte die Schiedsrichter-Ansetzung des Landesverbandes gesorgt. Sollten doch ein Referee aus Wernigerode sowie Assistenten aus Niedersachsen das Spiel leiten. „Auf unsere schriftliche Bitte, doch ein anderes Trio anzusetzen, um Kosten zu sparen, bekamen wir keine Antwort. Nur den Hinweis, dass auch im Pokal fünf Mal gewechselt werden dürfe“, so Lehner. Inzwischen wurde jedoch zugunsten der Naumburger entschieden: Nun pfeift Patrick Welsch aus Aken; seine Assistenten kommen aus Thalheim und Zörbig. Der Eintritt zur Landespokalpartie im Stadion kostet übrigens sechs, ermäßigt vier Euro.

Im Kreispokal stehen am Sonntag ab 15 Uhr die Halbfinals der Vorsaison auf dem Programm: mit zwei Duellen Kreisoberliga gegen Landesklasse und Gastgebern aus der Saale-Unstrut-Region. „Uns liegen ja eigentlich Mannschaften, die uns bespielen wollen. Wir wollen erst mal defensiv sicher stehen und dann schauen, ob etwas über Konter geht. Aber wir sind sicher auch in der Lage, selbst Angriffe zu kreieren“, sagt Matthias Große vor der Partie gegen den 1. FC Zeitz.

Der Trainer der Kurstädter sieht es allerdings als kleinen Nachteil für sein Team, dass die geplante Generalprobe gegen Burgwerben am vergangenen Sonntag krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden musste. „Wir wollten unbedingt noch mal gegen einen Landesklasse-Vertreter testen. Mich ärgert die Absage natürlich, aber es war leider nicht zu ändern“, so Große. Einen Teil seiner Mannschaft hatte ein Magen-Darm-Virus erwischt. Einige Spieler mussten deshalb im ersten Training dieser Woche noch aussetzen. „Ich hoffe, dass wir am Sonntag dann alle an Bord haben“, blickt der Blau-Weiß-Coach voraus.

Vor der neuen Saison sind Stürmer Sven Albrecht (SV Burgwerben) und Defensivspieler Paul Riebel (VSG Löbitz) zu den Kurstädtern gewechselt. „Auch Alexander Schmidt, der früher in Zorbau und zuletzt bei Einheit Halle gespielt hat und auf dem Fußballplatz im zentralen Mittelfeld zu Hause, ist wegen seines Umzugs nach Naumburg zu uns gestoßen. Ob er bereits am bevorstehenden Wochenende im Pokal spielberechtigt sein wird, ist noch nicht klar“, berichtet Matthias Große.

Der Halbfinal-Gegner der Bad Kösener, der 1. FC Zeitz, hat am Wochenende gleich zweimal testen können. Und jeweils gelang den Landesklasse-Kickern aus der Elsterstadt, die jetzt von Matthias Gast trainiert werden, ein klarer Sieg: erst 4:1 gegen den SV Schott Jena II aus der Thüringer Landesklasse und dann 6:1 gegen den sächsischen Kreisligisten SV Groitzsch. Luca Säuberlich, Kevin Haschke und Benjamin Kohlisch erzielten sechs der insgesamt zehn Treffer.

Torhüterfrage noch offen

Auch der FC ZWK Nebra hat am Sonntag Heimrecht gegen einen Landesklasse-Vertreter, den VfB Nessa. Erst drei Siege (3:1 gegen Baumersroda, 6:0 bei Bad Bibra/ Saubach, 3:1 gegen Kalbsrieth), dann drei Niederlagen (2:3 gegen Kreisfeld, 3:5 in Ziegelroda, 1:4 in Freyburg) - das ist die bisherige Testspiel-Bilanz der Nebraer in der Vorbereitung auf die neue Kreisoberliga-Saison. „Diese Ergebnisse sollte man nicht überbewerten. Wir haben ziemlich hart trainiert in den vergangenen Wochen. Da war das dann in manchen Momenten auch eine Kraft- und Konditionsfrage“, erklärt ZWK-Coach Ralf Kretzschmar.

Dass sich seine Elf aber in allen Partien genügend Torchancen erarbeitet habe, mache ihm Hoffnung. „Zuletzt haben wir es im Training etwas ruhiger angehen lassen, damit alle fit in diesen Pokal-Fight gehen. Wir hoffen auf viele Zuschauer, denn wir wollen unbedingt ins Finale“, so Kretzschmar, dessen Team als Vizemeister des Burgenland-Oberhauses nach der abgebrochenen Saison 2019/20 nur ganz knapp den Aufstieg in die Landesklasse verpasst hat.

Am Sonntag müssen die gastgebenden Nebraer voraussichtlich auf die angeschlagenen Tobias Breuer und Hannes Schröder, aber auf jeden Fall auf den rotgesperrten (wegen eines Feldverweises im vergangenen Spieljahr) Torwart Andy Horstmann verzichten. Noch ist offen, wer den aktuellen Stammkeeper ersetzt: Michael Niehoff, Jan Domschky oder Oliver Trabert.

Nebras Pokalgegner VfB Nessa hat seine beiden Vorbereitungsspiele verloren: zuletzt mit 1:2 bei Landesklasse-Vertreter Leipziger SV Südwest, davor mit 2:3 daheim gegen den Leipziger Stadtligisten SSV Stötteritz. Trainer des VfB ist Ronald Werner, der in den 1990ern für den VfB Leipzig in der 2. Bundesliga gespielt hat.