Handball-2. Bundesliga

Handball-2. Bundesliga: DRHV verliert bei Tusem Essen

Essen - Wer am Freitagabend am Liveticker im Internet saß, der dürfte sich nach sieben Minuten Spielzeit das erste Mal Sorgen gemacht haben: Die Statistik bis dahin: Parade des Essener Torhüters, Fehlwurf ...

Von Thomas Schaarschmidt

Wer am Freitagabend am Liveticker im Internet saß, der dürfte sich nach sieben Minuten Spielzeit das erste Mal Sorgen gemacht haben: Die Statistik bis dahin: Parade des Essener Torhüters, Fehlwurf DRHV,

Wurf des DRHV geblockt, DRHV Torchance vergeben, Siebenmeter DRHV verworfen, Wurf hinter das Tor durch den DRHV. Und zwischendurch: Vier Tore für Essen. Es war der Beginn einer ersten Halbzeit, die man aus Dessau-Roßlauer Sicht ganz schnell abhaken sollte.

Defensive desolat

„Insgesamt hat die Leistung heute nicht gereicht, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen“, meinte Trainer Uwe Jungandreas nach der 24:28-Niederlage bei Tusem Essen. Das Ergebnis klang dabei am Ende besser, als es nach den ersten dreißig Minuten noch zu vermuten gewesen wäre.

„In der ersten Halbzeit“, so Jungandreas, „standen wir in der Defensive relativ desolat, die Bereitschaft hat gefehlt.“ Offensiv war es nicht so, dass sich die Dessau-Roßlauer keine Chancen erarbeiteten. „Aber“, so Jungandreas, „wir haben sie nicht genutzt.“

Auch für Marek Vanco war unverständlich, warum die Mannschaft nach dem Zwischenhoch vergangenen Sonntag gegen die Rhein Vikings nun wieder in alte Muster verfiel. „Wir sind wieder komplett anders aufgetreten“, ärgerte sich der Tscheche. Im Angriff fehlte dem DRHV Kreativität, Vincent Sohmann und Johannes Wasielewski (ein Tor bei neun Versuchen) waren zu weit entfernt von ihrer Normalform.

Hönicke bester Dessauer

Die einzige positive Nachricht war die zweite Halbzeit. „Da sind wir besser aufgetreten“, meinte Uwe Jungandreas. Der DRHV stand nun phasenweise stabiler in der Defensive, die beiden Torhüter fischten ein paar Bälle.

Jonas Hönicke, am Ende mit elf Treffern (davon sechs Siebenmeter) bester Dessauer, überzeugte offensiv und fünf Minuten vor dem Ende war Dessau-Roßlau bis auf drei Tore (23:26) wieder dran. Doch ganz aufzuschließen blieb aus. „Wir müssen uns jetzt jeden Punkt hart erkämpfen“, sagte Uwe Jungandreas. Dieser Kampf aber fehlte am Freitagabend zu oft. 

DRHV 06: Döhler, Ambrosius, Vanco 3, Sohmann, Pfeiffer 1, Hanisch, Wasielewski 1, Hönicke 11/6, Zimmermann 4, Stryc, Hanner, Zahradnicek 4

(mz)