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Vor Wahl zum Abgeordnetenhaus Umfrage sieht AfD in Berlin erstmals als zweitstärkste Kraft

Die CDU bleibt in Berlin laut einer neuen Umfrage stärkste Partei – und die AfD arbeitet sich nach vorn. Welche Koalitionen rechnerisch möglich wären.

Von dpa 25.02.2026, 15:43
Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt. (Symbolbild)
Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt. (Symbolbild) Elisa Schu/dpa

Berlin - Knapp sieben Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist die AfD in einer neuen Umfrage erstmals zweitstärkste Partei. Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von „Bild“ liegt die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner mit 22 Prozent vorn, gefolgt von der AfD mit 17 Prozent. Dahinter kommen die SPD mit 16 Prozent sowie Grüne und Linke mit jeweils 15 Prozent.

Die FDP liegt ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde wie das BSW: Beide kommen in der repräsentativen Umfrage auf jeweils 4 Prozent. Sonstige Parteien vereinen zusammen 7 Prozent auf sich.

Keine Mehrheit mehr für Schwarz-Rot

Auf Basis dieser Werte könnte die Koalition aus CDU und SPD mangels Mehrheit nicht weiter regieren. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU, SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken.

Auch bei zwei Erhebungen anderer Institute lag die CDU im Januar mit 22 Prozent vorn. SPD, Linke, Grüne und AfD bewegten sich in unterschiedlicher Reihenfolge allesamt in einem Korridor zwischen 14 und 18 Prozent. Alle vier Parteien machen sich Hoffnungen, die CDU bei der Wahl am 20. September noch überflügeln zu können.

2023 war CDU klar vorn

Zum Vergleich: Bei der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2023 war die CDU mit 28,2 Prozent der Zweitstimmen der klare Sieger. SPD und Grüne kamen auf jeweils 18,4 Prozent, wobei die Sozialdemokraten wenige Stimmen mehr hatten. Die Linke bekam 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die FDP flog mit 4,6 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus.

Für die aktuelle Insa-Umfrage wurden 1.000 Menschen vom 17. bis 24. Februar befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund drei Prozentpunkten.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.