Förderprogramme Regen nutzen und Fördermittel kassieren
Das Umweltministerium greift bestimmten Unternehmen finanziell unter die Arme, die etwa Regenwasser nutzen möchten. Wer profitieren kann und wohin sich interessierte Firmen wenden können.

Erfurt - Auch kleine und mittlere Unternehmen können nun Fördermittel für den Aufbau von Anlagen erhalten, um Regen- und Brauchwasser aufzubereiten und zu nutzen. Im Fördertopf „GreenInvest Ress“ stehen insgesamt 13,5 Millionen Euro für Anlagen inklusive Speicher, aber etwa auch für Baumaßnahmen zur Kreislaufführung von Wasser bereit, wie das Umweltministerium mitteilte.
Was ist denkbar?
Bis zu 60 Prozent der Investitionskosten seien förderfähig. Als Beispiele nannte das Ministerium, dass Auto-Waschanlagen ihre Systeme auf aufbereitetes Waschwasser- und Regenwassernutzung umstellen könnten. Großwäschereien könnten etwa schmutziges Waschwasser wiederaufbereiten und nutzen.
Wo gibt es Informationen?
Eine kostenlose erste Beratung bietet die Landesenergieagentur ThEGA an, die Anträge müssen interessierte Unternehmen dann über die Website der Thüringer Aufbaubank stellen. Als kleine und mittlere Unternehmen zählen etwa solche mit bis zu 249 Mitarbeitenden und einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro.
Warum sollten Unternehmen Anträge stellen?
„Angesichts der Trockenperioden und Wasserknappheit vor allem im Sommer ist eine kluge Nutzung knapper Wasserressourcen wichtiger denn je“, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Unternehmen könnten durch die Verwendung von Regen- und Brauchwasser Kosten eindämmen und zur Schonung der Ressource Wasser beitragen.