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2. Fußball-Bundesliga Dynamo mit Comeback-Qualitäten: 2:2 nach 0:2 auf Schalke

Eine Halbzeit lang ist Dresden die bessere Mannschaft in Gelsenkirchen. Dann lässt Dzeko Dynamo alt aussehen. Doch die Sachsen kommen wieder.

Von Gerald Fritsche, dpa 07.02.2026, 15:34
Die Partie zwischen Aufstiegsfavorit Schalke 04 und Abstiegskandidat Dynamo Dresden war umkämpft.
Die Partie zwischen Aufstiegsfavorit Schalke 04 und Abstiegskandidat Dynamo Dresden war umkämpft. Bernd Thissen/dpa

Gelsenkirchen - Dynamo Dresden ist auch in der Festung Veltins-Arena nicht untergegangen. Beim Spitzenreiter FC Schalke 04 schafften die Sachsen ein hoch verdientes 2:2 (0:0). Edin Dzeko hatte Schalke vor ausverkauftem Haus mit einem Doppelpack (52., 70.) scheinbar vorentscheidend in Führung gebracht. Ein Eigentor von Hassan Kurucay (78.) brachte noch einmal Spannung. Thomas Keller (87.) schaffte per Kopf den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Zwar bleibt Dynamo auf einem Abstiegsrang, doch mit dem vierten ungeschlagenen Spiel im Jahr 2026 weiter chancenreich in Sachen Klassenverbleib.

„Wir haben gezeigt, was wir auch schon in den vergangenen Spielen gezeigt haben: Wir können immer wieder zurückkommen“, sagte Keller, der nun bei drei Treffern in vier Spielen steht. Trainer Tomas Stamm sah einen verdienten Punktgewinn. „Wir müssen uns eigentlich schon für die erste Halbzeit belohnen. Der Punkt ist verdient für die Art und Weise, wie wir es gemacht haben“, sagte der Trainer am „Sky“-Mikrofon.

Hauptmann verleiht Dynamo Sicherheit

Bei Dynamo war Niklas Hauptmann nach überstandenem Infekt wieder mit von der Partie, dafür fehlte der Gelb-Rot-gesperrte Robert Wagner. Durch Hauptmanns Mitwirken wurde das Dresdner Spiel strukturierter. Was Schalke nicht guttat.

Denn die Sachsen hatten für alle Situationen der Gelsenkirchener eine Antwort. Mehr noch. Sie drückten der ersten Halbzeit ziemlich deutlich ihren Stempel auf. Schon in der sechsten Minute hatte Jakob Lemmer die Führung auf dem Fuß, doch sein Schlenzer von der Strafraumgrenze landete auf dem Tor-Dach. Das Team von Thomas Stamm beherrschte Ball und Gegner scheinbar nach Belieben, hatte eine klare Hoheit im Mittelfeld und spielte kluge Angriffe über die Außen.

Dynamo im Abschluss nicht mutig genug

Einziges Manko: Der letzte Pass in den Strafraum zum freien Mann kam nicht an oder die Angreifer standen schlecht gestaffelt auf einer Linie. Es war eine Frage des Mutes, den Ball auch mal mit Risiko auf das gegnerische Gehäuse zu bringen.

Hinten stand Dynamo weitgehend sicher, die einzige Chance durch Dzeko (23.) resultierte aus einem Fehlpass von Jonas Sterner zurück zu Torhüter Tim Schreiber. Da traf der 39-Jährige aber noch nicht.

Dzeko zeigt seine noch immer vorhandene Klasse

Das änderte sich in Halbzeit zwei. Schalke kam mit erheblich mehr Druck und neuem System aus der Kabine. Die Gäste hatten nun alle Füße voll zu tun, um den eigenen Kasten zu verteidigen. Ausgehebelt wurde die Deckung aber erst bei einer konterähnlichen Situation über die linke Seite. Der zur Pause eingewechselte Adil Aouchiche sah am Elfmeterpunkt Dzeko völlig frei stehend, der direkt verwandelte. Und 18 Minuten später noch einmal nachlegte. Aus dem Stand versenkte er den Ball unhaltbar zum vermeintlich sicheren Sieg.

Doch Dresden gab nicht auf und kam in der 78. Minute zum Anschluss. Rossipals Eingabe von der Grundlinie prallte von Kurucay unglücklich ins eigene Tor. Von da ab drückte die Stamm-Mannschaft noch einmal und wurde belohnt.