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Geschichte Dresden erinnert an Zerstörung der Stadt im Februar 1945

Viele Wunden der Bombardierung Dresdens kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges sind verschwunden. Doch die Tragödie wird immer im Gedächtnis der Stadt bleiben.

Von dpa 13.02.2026, 03:30
Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Freitag in Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert (Archivbild).
Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Freitag in Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert (Archivbild). Gerig/dpa

Dresden - Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Freitag in Dresden (ab 11.00 Uhr) an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Höhepunkt ist am frühen Abend eine Menschenkette, zu der sich jedes Jahr Tausende Bürger in der Innenstadt verbinden. Mit ihr soll nicht nur an alle Opfer des Krieges erinnert werden. Sie ist zugleich als Zeichen der Versöhnung und des Zusammenhaltes gedacht. 

Bis zu 25.000 Menschen kamen ums Leben

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen britischer und US-amerikanischer Bomber schwer zerstört worden. Nach Untersuchungen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Rechtsextremisten sehen darin ein Kriegsverbrechen und versuchen die Schuld Deutschlands am Krieg zu relativieren. Sie haben für Samstag einen Aufzug in Dresden geplant, was Gegenprotest auslöst.

Luftangriffe auf Dresden unter Experten umstritten 

Unter Völkerrechtlern und Historikern, auch in Großbritannien, sind die Bombardements umstritten. Experten sind sich aber darin einig, dass die Luftangriffe auf Dresden nicht ohne den Kontext des Kriegsverlaufs betrachtet werden können. Der von Deutschland ausgelöste Krieg war im Februar 1945 auch nach Dresden zurückgekehrt, heißt es immer wieder. 

Politiker mahnen historisch korrekte Bewertung an

Schon im Vorfeld mahnten Politiker eine historisch korrekte Bewertung der Ereignisse an. Geschichte dürfe nicht verkürzt oder instrumentalisiert werden, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Laut Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) gilt es allen Opfern des Krieges und der NS-Gewaltherrschaft zu gedenken sowie den Blick auf die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu richten.

Kranzniederlegungen, Versöhnungsgebete und Konzerte

Das Dresden-Gedenken beginnt am Vormittag in Kranzniederlegungen. Die Frauenkirche hat unter anderem zu Versöhnungsgebeten und einer Nacht der Stimmen eingeladen. Die Sächsische Staatskapelle Dresden und die Dresdner Philharmonie geben Sonderkonzerte. Zum Zeitpunkt der ersten Angriffswelle am 13. Februar 1945 läuten gegen 22.00 Uhr alle Kirchenglocken in Dresden.