Schifffahrt Dauerfrost lässt Eisbrecher ausrücken
Tagsüber leichter Dauerfrost, nachts Minustemperaturen im zweistelligen Bereich: Das beständige Winterwetter lässt Schifffahrtswege zufrieren. Abhilfe ist schon unterwegs.

Niegripp - Anhaltend frostige Temperaturen haben auf dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal bei Magdeburg für die ersten Einsätze von Eisbrechern gesorgt. „Bei der jetzigen Eisstärke von drei Zentimetern war es notwendig, den 600 PS starken Eisbrecher "Stier" in das Eis zu schicken“, sagte Marcel Bremer, der beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe die Außenstelle Niegripp (Jerichower Land) leitet.
Zwei Eisbrecher seien derzeit unterwegs, zwei weitere befänden sich in Bereitschaft. „Bei den vorhergesagten Temperaturen kann es schnell zu einer bis zu acht Zentimeter dicken Eisschicht kommen“, sagte Bremer. Viele Schiffe hätten keine „Eisklasse“ und seien auf Hilfe angewiesen, hieß es. Als Eisklasse wird die Einstufung der Eisfestigkeit von Schiffen bezeichnet. Wichtig sei auch, die fast einen Kilometer lange Trogbrücke über die Elbe bei Hohenwarthe vom Eis freizuhalten. Sie ist die längste Kanalbrücke Europas.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am kommenden Wochenende mit nächtlichen Tiefsttemperaturen von bis zu minus 13 Grad. Auch die kommenden Tage stecken laut DWD weiter im Dauerfrost.