Vetternwirtschaft-Vorwürfe AfD-Vize vermutet weitere Überkreuz-Anstellungen in Partei
Vorwürfe der Vetternwirtschaft ziehen in der AfD immer weitere Kreise. Der Bundesvize der Partei glaubt, dass bisher noch nicht alles bekannt ist.

Berlin - Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Kay Gottschalk rechnet damit, dass in den kommenden Tagen weitere Fälle von Überkreuz-Anstellungen in seiner Partei bekannt werden. „Ich denke, es werden noch welche kommen“, antwortete Gottschalk im ARD-„Morgenmagazin“ auf die Frage, wie viele weitere Fälle von Überkreuz-Anstellungen und Vetternwirtschaft man in den nächsten Tagen noch bei der AfD erleben werde.
Gottschalk betonte, die AfD müsse „in Zukunft mit diesen Vorgängen etwas transparenter umgehen“. „Weil immer, wenn sie etwas im Dunkeln halten, dann wird ja gemunkelt, dann wird spekuliert an der Stelle.“
Gottschalk: Müssen uns auf gesetzliche Regelung vorbereiten
Als Konsequenz aus den Vorwürfen gegen die AfD hatten Regierungspolitiker aus CDU und SPD in den vergangenen Tagen eine Verschärfung des Abgeordnetengesetzes ins Spiel gebracht. Bisher ist dort festgelegt, dass Parlamentarier keine eigenen Verwandten, Partner oder Ex-Partner auf Kosten der Steuerzahler anstellen dürfen. Die Beschäftigung solcher Personen in anderen Abgeordnetenbüros ist aber nicht geregelt.
Gottschalk sagte, einer gesetzlichen Regelung werde sich die AfD nicht verschließen. „Das wird kommen. Ich denke, das wird uns treffen. Da müssen wir uns auch drauf vorbereiten.“ Schärfere Regeln müssten dann aber auch für die Post und die Deutsche Bahn gelten.