Zwei weitere Teilstücke der A14 fertig

Zwei weitere Teilstücke der A14 fertig: Einsprüchen und Klagen gegen Lückenschluss zwischen Schwerin und Magdeburg

Ludwigslust/Karstädt - Die Fertigstellung der umstrittenen Autobahn 14 von Wismar bis zur A4 bei Dresden kommt voran. Am Montag wurden in Mecklenburg und in Nordbrandenburg zwei noch getrennte Abschnitte für den Verkehr freigegeben. Ein 16,2 Kilometer langes Teilstück verlängert die Trasse vom neuen Autobahnkreuz Schwerin Richtung Süden bis zur Anschlussstelle Grabow bei Ludwigslust. Der erste in Brandenburg fertiggestellte Abschnitt führt über 11,3 Kilometer von Karstädt bis Groß Warnow an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Am Lückenschluss zwischen beiden Orten wird seit Frühling ...

22.12.2015, 08:17

Die Fertigstellung der umstrittenen Autobahn 14 von Wismar bis zur A4 bei Dresden kommt voran. Am Montag wurden in Mecklenburg und in Nordbrandenburg zwei noch getrennte Abschnitte für den Verkehr freigegeben. Ein 16,2 Kilometer langes Teilstück verlängert die Trasse vom neuen Autobahnkreuz Schwerin Richtung Süden bis zur Anschlussstelle Grabow bei Ludwigslust. Der erste in Brandenburg fertiggestellte Abschnitt führt über 11,3 Kilometer von Karstädt bis Groß Warnow an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Am Lückenschluss zwischen beiden Orten wird seit Frühling gearbeitet.

Wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, anlässlich der Streckenfreigaben sagte, wird die A14 in Mecklenburg-Vorpommern voraussichtlich 2017 fertiggestellt sein. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt liefen Planfeststellungsverfahren für die noch ausstehenden Abschnitte. Insgesamt soll die Autobahn 2020 fertig sein. „Die durchgängige Autobahn wird nicht nur die Verkehrsteilnehmer freuen, die deutlich zügiger ihr Ziel erreichen. Sie ist auch ein Standortvorteil für die regionale Wirtschaft“, erklärte Ferlemann.

Südlich von Wismar und von der A2 bei Magdeburg Richtung Süden ist die A14 bereits seit Jahren befahrbar. Der Lückenschluss zwischen Schwerin und Magdeburg gilt als eines der derzeit größten Verkehrsprojekte in Deutschland. Umweltschützer zweifeln an der Notwendigkeit und beklagen gravierende Eingriffe in die Natur. Mit Einsprüchen und Klagen hatten sie den Bau immer wieder verzögert, vor allem in Sachsen-Anhalt.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hob die Bedeutung der A14 für Tourismus und Wirtschaft hervor. In den rund 155 Kilometer langen Autobahnneubau zwischen der A2 und der A24 investiert der Bund nach Angaben Ferlemanns insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Rund 200 Millionen Euro kämen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. (dpa)