Kälte kehrt zurück Winter-Alarm in Sachsen-Anhalt: Erster Schnee nach heftigem Temperatursturz
In Sachsen-Anhalt zeigt sich erstmals der Winter: Nach zuletzt frühlingshaften Tagen kommt nun kalte Polarluft nach Deutschland und deutet an, was in den kommenden Wochen bevorstehen könnte.

Halle/MZ. - Am Wochenende war noch T-Shirt-Wetter, nun muss der Mantel aus dem Schrank geholt werden. Sachsen-Anhalt hat ein drastischer Temperatursturz überrascht. „Die Polarluft bringt Kälte und ersten Schnee nach Sachsen-Anhalt“, sagt Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig.
„Auf dem Brocken schneit es seit Montag, die Spitze ist schon überzuckert. In den höheren Lagen wird der Schnee liegen bleiben.“ Im Tiefland sei in den nächsten Tagen mit Temperaturen zwischen drei und sieben Grad zu rechnen, nachts um die null Grad.
Straßen spiegelglatt und Schnee: Novemberwetter erwischt Sachsen-Anhalt
Das ist ein deutlicher Unterschied zum frühlingshaftem Wetter, das teils noch am Wochenende vorherrschte. „Die kalte Polarluft macht es sich gemütlich“, sagt Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. „In den tiefen Lagen haben wir jetzt keinen großen Winter. Es ist Novemberwetter: nass und kalt.“
Immer wieder sei mit Regen und Schauern zu rechnen, in den Morgenstunden mit Frost und teils zu Glätte. „Es ist zum Teil spiegelglatt, also höchste Zeit für die Winterräder.“ Wie Ohemichen vom DWD erklärt, könne es vor allem im Bereich von Brücken zu Glätte kommen. Er sagt auch: „Im Tiefland ist durchaus mit ein paar Brocken Schnee zu rechnen, sie bleiben aber nicht liegen.“
Nach Kälteeinbruch: Metrologe erwartet zehn Grad am ersten Advent
Zum Ende der Woche könne es am Freitag „mit leichten Minusgraden noch einen Tick kälter werden“, so der DWD-Meterologoge. Auch am Wochenende herrschten Temperaturen um ein bis zwei Grad tagsüber. Als Beginn des Winters wertet Oehmichen den Temperatursturz aber nicht. „Es wird zwar auch in der kommenden Woche kalt bleiben, ich sehe keine großen Warmlufteinflüsse. Aber es kommt noch eine mildere Phase.“
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Dominic Jung geht von höheren Temperaturen mit dem Monatswechsel aus. „Am ersten Advent könnten es bis zu zehn Grad sein.“ Derzeit sehe es aber nicht danach aus, dass im Dezember viel Schnee falle. „Viele fragen mich, ob das eine Wiederholung vom Jahr 2010 sein könnte, als es nach dem kalten Novemberausklang zu einem schneereichen Dezember kam. Das kann ich nicht bestätigen.“