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Lurche in Sachsen-Anhalt Über 90 Prozent weniger Erdkröten in Halle: Dramatischer Einbruch der Amphibien-Bestände

Die Bestände der in Sachsen-Anhalt heimischen Amphibien schwinden rapide. Von 18 Arten gelten 15 als bedroht. Denn Molche, Kröten und Salamander finden immer weniger Lebensraum. Welche Gründe das hat und welche Folgen für Menschen drohen.

Von Max Hunger 03.04.2024, 18:00
Der farbenprächtige Bergmolch kommt in Sachsen-Anhalt immer seltener vor.
Der farbenprächtige Bergmolch kommt in Sachsen-Anhalt immer seltener vor. (Foto: Marcel Seyring)

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Halle/MZ - An Teichen und Tümpeln wird es stiller: Amphibien ziehen sich zunehmend aus Sachsen-Anhalt zurück. Nach Angaben des Landesamts für Umweltschutz (LAU) ist der Bestand der meisten Salamander, Molche, Kröten und Frösche im Land bedroht. Von den 18 heimischen Arten gelten demnach 15 als gefährdet, bei einigen ist die Zahl der Tiere in den vergangenen sieben Jahren um 90 Prozent eingebrochen. Damit schreitet der Artenschwund hier so schnell voran wie bei kaum einer anderen Tiergruppe. „Es verschärft sich immer weiter“, sagte Marcel Seyring, Biologe am LAU, der MZ. Wissenschaftler warnen zudem: Langfristig drohen auch Folgen für den Menschen.