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  7. Schulpflicht trotz Autismus: Mutter kämpft mit Behörden für ihren Sohn

Drama um Schulpflicht „Das war nicht mehr mein Kind“: Wieso Mutter aus Sachsen-Anhalt ihren Sohn nicht mehr in die Schule schickt

Theo Schäfer ist Autist und geht seit 2024 nicht mehr zur Schule im Jerichower Land. Seine Mutter erklärt das mit einer schweren Angst, die nach Angriffen auf ihren Sohn entstanden sei. Behörden pochen dagegen auf die Schulpflicht. Es ist die Geschichte einer Eskalation.

Von Lisa Garn Aktualisiert: 09.01.2026, 10:34
„Es wurde immer schlimmer“, sagt Verona Schäfer. Notfalls müsse sie ihren Sohn Theo auch vor der Schule schützen.
„Es wurde immer schlimmer“, sagt Verona Schäfer. Notfalls müsse sie ihren Sohn Theo auch vor der Schule schützen. Seit 2024 geht er nicht mehr zur Schule im Jerichower Land. Foto: Lisa Garn

Elbe-Parey/MZ. - Auf dem Kopf des Jungen stecken Kopfhörer. Er sitzt an seinem Schreibtisch, zeichnet am Bildschirm 3-D-Welten. Theo wirkt darin versunken. An seinem Terrarium mit Schildkröten hängen Planer – für den Tag, für die Woche. „Aufstehen, Anziehen, Frühstücken“ steht da, „Baden“ und „Waldspaziergang“. Es sind Bestandteile einer festen Struktur, die er in seinem Leben braucht. Weil es schnell aus den Fugen geraten kann. So ist es nun seit fast zwei Jahren: Eine Mutter und ihr Kind kämpfen gegen einen Ausnahmezustand. Dieser Kampf spielt sich in einem kleinen Ort der Gemeinde Elbe-Parey ab (Kreis Jerichower Land).