Inhaftiert im Roten Ochsen in Halle „Ich vermisse sie jeden Tag“: Wie ein Vater nach dem Gefängnis um seine Tochter kämpft
Ray Gruber kam vor einem Vierteljahr aus dem Roten Ochsen in Halle frei. Ins Gefängnis hatten den 38-Jährigen heftige Konflikte um seine Tochter gebracht. Er sieht sich unschuldig verurteilt. Was passiert nun nach der Haft mit ihm? Begegnung mit einem, der neu anfangen will.

Halle/MZ. - Ray Gruber braucht erstmal einen Kaffee. Der 38-Jährige, drahtig und mit längerem Haar, sitzt auf der Couchkante im Büro der Straffälligenhilfe in Halle. Er hat die vergangenen Monate für sich sortiert, so wirkt es zumindest. „Diese Zeit soll nicht für mein ganzes Leben stehen. Ich will sie in etwas Neues wandeln.“ Gruber saß elf Monate im Gefängnis Roter Ochse in Halle. Vor drei Monaten wurde er entlassen. Er will nur seinen echten Vornamen nennen, der Nachname ist ein anderer. „Man soll nicht als Erstes das im Netz über mich finden.“
