Diskriminierung wegen Krankheit HIV-positiv und vier Kinder: Wie eine 43-Jährige aus Sachsen-Anhalt mit dem Virus lebt
Eine 43-jährige Magdeburgerin steckt sich bei ihrem Ex-Freund mit HIV an. Sie ist religiös erzogen, ihre Familie hat Ängste - so wie viele andere. Die Infektion lässt sich mit Medikamenten in Schach halten. Doch Betroffene werden diskriminiert. Wie kommt die Mutter damit zurecht?

Halle (Saale)/Magdeburg/MZ. - Diese Blicke und Sätze haben bei Maria Scholl gesessen. Sie hatte sich gerade einer Mutter geöffnet, deren Sohn mit dem eigenen befreundet war. Scholl hatte ihr gesagt, dass sie HIV-positiv ist, es aber keine Ansteckungsgefahr gebe. „Und die Mutter guckt mich an und will, dass mein Sohn präventiv Medikamente nimmt. Sie hatte Angst, dass ihrer angesteckt wird. Das war ein Schlag vor den Kopf.“ Scholl soll hier anders heißen. Sie lässt sich fotografieren, will aber nicht, dass ihrer Familie Nachteile entstehen, wenn ihr echter Name öffentlich wird.
