Beutekunst

Heikle Mission in Russland und in der Ukraine: Warum Eduard Prinz von Anhalt die Kunstsammlung seiner Familie zurück nach Sachsen-Anhalt holen will

Hunderte Gemälde brachte die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg in die damalige Sowjetunion. Welche Rolle Schloss Zerbst bei den Rückholplänen spielt.

Von Alexander Schierholz 20.01.2022, 11:00
Er sei "ein Freund Russlands", betont Eduard Prinz von Anhalt.
Er sei "ein Freund Russlands", betont Eduard Prinz von Anhalt. Foto: Andreas Stedtler

Halle - Lucas Cranach der Ältere, Lucas Cranach der Jüngere, Anton van Dyck, Johann Friedrich August Tischbein - wer sich auf der Suche nach der Kunstsammlung von Joachim Ernst von Anhalt durch die Datenbank des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste klickt, stößt auf große Namen der europäischen Malerei. 2.338 Treffer ergibt die Online-Suche nach den verschollenen Kunstschätzen des nominell letzten Herzogs von Anhalt. 1946 brachte die Rote Armee die Sammlung aus Dessau in die Sowjetunion, die Gemälde, das Silber, die mittelalterlichen Waffen, die Münzen. Sie luden einen Güterzug voll, so erzählt es Joachim Ernst von Anhalts Sohn, Eduard Prinz von Anhalt, die Route: Kiew, St. Petersburg, Moskau. Joachim Ernst von Anhalt starb im Jahr darauf im sowjetischen Speziallager in Buchenwald, wenige Wochen nach seinem 46. Geburtstag.

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