Agrarwissenschaft

Der Forscher im Roggen: Seit 144 Jahren läuft in Halle einer der längsten Versuche der Welt

Seit 1878 wird das Getreide auf einem Fald am Stadtrand im Dienst der Wissenschaft gesät und geerntet. Von Anfang an ging es dabei um die Zukunft des Ackerbaus - das gilt noch heute.

Von Matthias Müller 04.08.2022, 07:15
Ernte einholen: Lutz Richter, Mitarbeiter der Versuchsstation der Universität Halle,  fährt mit einem kleinen Mähdrescher über das „Ewige Roggenfeld“.
Ernte einholen: Lutz Richter, Mitarbeiter der Versuchsstation der Universität Halle, fährt mit einem kleinen Mähdrescher über das „Ewige Roggenfeld“. Foto: Universität Halle/Philipp Götze

Halle/MZ - Kurze gelbe Stoppeln ragen aus der dunklen Erde, die nach einem Landregen noch leicht feucht ist. Auf den ersten Blick wirkt die unlängst abgeerntete Fläche am Stadtrand von Halle wie ein ganz gewöhnlicher Acker. Doch dieser Blick täuscht, ist dies doch der Schauplatz für einen der langlebigsten landwirtschaftlichen Feldversuche weltweit. „Genau hier wird jedes Jahr Roggen angebaut - schon seit 1878“, sagt Agrarwissenschaftler Philipp Götze und deutet auf das Areal, das mit 6.000  Quadratmetern fast so groß wie ein Fußballplatz ist. Einzig im englischen Rothamsted bei London gibt es noch einen älteren Getreideversuch, der 1843 begann.

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