Verschwiegene Doppelfunktion

60.000 Euro Beraterhonorar für Ralf Seibicke: Zahlungen des MDR flossen heimlich

Die Rundfunk-Finanzkommission KEF wusste offenbar nicht, dass eines ihrer Mitglieder Zehntausende Euro von einer ARD-Anstalt erhielt. Einen Fehler sieht der MDR aber nicht.

Von Hagen Eichler Aktualisiert: 13.05.2022, 09:38 • 12.05.2022, 20:00
MDR-Intendantin Karola Wille oder ihr Juristischer Direktor soll den jetzt bekanntgewordenen  Vertrag eingefädelt haben.
MDR-Intendantin Karola Wille oder ihr Juristischer Direktor soll den jetzt bekanntgewordenen Vertrag eingefädelt haben. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d

Magdeburg - Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) offenbar nicht darüber informiert, dass ein damaliges KEF-Mitglied zugleich als MDR-Berater fungierte. Im Fokus steht der frühere sachsen-anhaltische Rechnungshofpräsident Ralf Seibicke, der zu einem Stundensatz von 240 Euro Gutachten für den MDR schrieb. Gleichzeitig gehörte er der KEF an, die die Höhe des Rundfunkbeitrags festlegt.

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