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Zugriff aufs Melderegister Ausspäh-Aktion gegen Nazirocker und Sachsen-Anhalts AfD-Vize Kirchner landet vor Gericht - es geht auch um 120 Liter Salzsäure

Eine Klinik-Angestellte aus Magdeburg soll Meldedaten von Rechtsextremisten ausgeforscht haben, um ihnen zu schaden. Betroffen sind auch eine kriminelle Band - und zwei Landtagsabgeordnete.

Von Hagen Eichler Aktualisiert: 19.02.2026, 15:49
Auch seine Wohnadresse soll von einem Dienstrechner aus abgefragt worden sein: Sachsen-Anhalts AfD-Vize Oliver Kirchner
Auch seine Wohnadresse soll von einem Dienstrechner aus abgefragt worden sein: Sachsen-Anhalts AfD-Vize Oliver Kirchner (Foto: Peter Gercke/dpa)

Magdeburg/MZ - Die Justiz in Sachsen-Anhalt rüstet sich für einen beispiellosen Prozess um das politisch motivierte Ausspähen sensibler Daten. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg wirft einer 55-jährigen Magdeburgerin vor, sich über ihren Dienstcomputer Daten aus Einwohnermeldeämtern verschafft und teils weitergereicht zu haben. „Wir haben wegen 22 Verstößen gegen das Datenschutzgesetz Anklage erhoben“, sagte Behördensprecher Klaus Tewes.